Melanie Schillert (Germeringer Insel, 2.v.l.) und Manuel Seebass (Fun Unlimited, 3.v.l.) demonstrieren die Übergabe eines Einkaufskorbes. Birgit Patsch (r.) und Sarah Ledermann (l.) gehören ebenfalls zu den Helfern von Fun Unlimited.
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Melanie Schillert (Germeringer Insel, 2.v.l.) und Manuel Seebass (Fun Unlimited, 3.v.l.) demonstrieren die Übergabe eines Einkaufskorbes. Birgit Patsch (r.) und Sarah Ledermann (l.) gehören ebenfalls zu den Helfern von Fun Unlimited.

Einkäufe für Angehörige von Risikogruppen erledigen

Kein Fasching? Fun Unlimited hilft der Insel

  • vonHans Kürzl
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Einkäufe für Angehörige von Risikogruppen erledigen – das organisiert die Germeringer Insel seit Beginn der Corona-Pandemie. Mit der Showtanzgruppe Fun Unlimited hat sie neue Helfer gefunden.

Germering – Auftritte auf Galabällen, in Firmen oder vor Schulklassen – das sind die Termine, die normalerweise für die Showtanzgruppe Fun Unlimited (FU) in der Faschingszeit anstehen. Doch die Corona-Pandemie hat auch die tollen Tage stillgelegt, und durch den zweiten Lockdown sind alle Auftritte abgesagt worden.

„Das war aber kein Grund für uns, die Fuße still zu halten“, erklärt Manuel Seebass die Grundidee, warum man nun bei der Einkaufsaktion der Germeringer Insel eifrig mit anpackt. Nicht nur mit Tanzen könne man den Menschen ein Lächeln und schöne Momente schenken, sondern auch mit Hilfsbereitschaft.

Und so hatten sich Showtanzgruppe und Sozialeinrichtung schnell gefunden. In der Germeringer Insel organisiert Melanie Schillert die Einkaufsaktion. „Jede Hand wird da gebraucht“, freut sich die Sozialpädagogin über die Hilfe. Denn so sind es derzeit gut 30 Helfer, die ehrenamtliche Unterstützung für die Angehörigen von Risikogruppen leisten.

Die können sich einmal pro Woche einen gefüllten Einkaufskorb vor die Haus-oder Wohnungstür stellen lassen. Die Bestellung selbst läuft über die Insel. Ist der Einkauf erledigt, erhalten die Kunden einen Anruf, wie viel die Waren gekostet haben. „Mit der Bitte, das Geld möglichst passend bereit zu halten“, so Schillert. Das soll neben Maske und Abstand ebenfalls helfen, den direkten Kontakt zu minimieren.

„Eigentlich schade“, sagt dazu Seebass. Man spüre bei den Menschen schon, sich ein wenig zu unterhalten und Quarantäne oder Alleinsein wenigstens für ein paar Minuten unterbrechen zu wollen. Meistens sei es ein „Hallo“ und ein „Auf Wiedersehen“, auf das sich die Unterhaltung beschränke. „Manchmal gehen sich aber doch auch zwei oder drei Sätze aus“, hat Seebass auf seinen Touren schon erfahren.

Dass die Leute das mit viel Dankbarkeit aufnehmen, macht Seebass ein wenig Stolz. Er spricht auch für die anderen Helfer aus den Reihen der FU, als er erwähnt, dass sich durch das Engagement ein Gefühl der eigenen inneren Zufriedenheit entwickle, „dass man helfen konnte“. Zudem sei der Zeitaufwand recht überschaubar, fügt Seebass hinzu. „Man kann das durchaus mit den eigenen Einkäufen, die man sowieso macht, verbinden.“ Viele würden das nach Feierabend erledigen.

Idealerweise, so Schillert von der Germeringer Insel, sollten die Helfer einen Führerschein besitzen. Das mache unter anderem die Organisation leichter. Das sei schon aus dem Grund wichtig, weil man die Dauer von Corona nicht absehen könne. „Das mit dem Einkaufskorb wird es solange geben, solange es die Pandemie gibt“, so Schillert über die Hilfsaktion. Und so lange wird man auch Anpacker brauchen wie die der Showtanzgruppe von Fun Unlimited.

Die Germeringer Insel ist sowohl für Helfer als auch für Hilfesuchende unter Telefon 089 / 840 53 58 zu erreichen. Oder per Mail an info@germeringerinsel.de

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