Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus
Zum ersten gemeinsamen Gottesdienst der Freien evangelischen Gemeinde in der Corona-Zeit sind rund 100 Gläubige an den Germeringer See gekommen.
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Zum ersten gemeinsamen Gottesdienst der Freien evangelischen Gemeinde in der Corona-Zeit sind rund 100 Gläubige an den Germeringer See gekommen. Sie ließen sich auch vom immer wieder aufkommenden Regen nicht abschrecken. Höhepunkt der Zeremonie war eine Taufe im Wasser des Sees.

Zum ersten Mal nach der Corona-Pause

Kirchengemeinde feiert gemeinsam mit Taufe im See

  • vonHans Kürzl
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Nach mehr als vier Monaten hat die Freie evangelische Gemeinde (FeG) einen gemeinsamen Gottesdienst gefeiert. Am Germeringer See ließen sich auch drei Gemeindemitglieder taufen.

Germering – Gerhard Busch war einer der rund 100 Christen, die zum Gottesdienst am See gekommen waren. „Endlich wieder in Gemeinschaft“, sagt er. Alles andere wie Predigten per Video sei zwar lobenswert gewesen, um überhaupt in der Gemeinde in Verbindung zu bleiben. Der persönliche Kontakt habe ihm aber gefehlt.

Ähnlich empfand es Hartmut Brandt. „Es hat eine gute Atmosphäre geherrscht.“ Das gemeinsame Feiern sei für die Seele ein Genuss. „Das bringt auch einen positiven Schub für den Alltag“, freute sich Brandt. Als besonders toll bezeichnete er das Erlebnis, bei drei Taufen dabei gewesen zu sein.

Drei Frauen ließen sich im Germeringer See taufen

Mit Ruth Brandes, Joele Jung und einer weiteren hatten sich drei junge Frauen dazu entschieden, durch die Taufe in die Mitte der Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Allen drei gemeinsam war der christliche Hintergrund in ihren Familien und im Freundeskreis. Wichtig war ihnen zudem, ihren Glauben durch die Taufe, die symbolisch durch das kurze Untertauchen im See vollzogen wurde, in aller Öffentlichkeit zu bekennen.

Die älteste war Brandes, die in einer kurzen Vorstellung einräumte, vor allem in der Jugend oft gezweifelt zu haben. „Mit 19 habe ich mich dann bewusst für Jesus entschieden“, erklärte die jetzt 26-Jährige. Sie habe gemerkt, wie Gott sie und ihre Familie geführt und gestärkt habe.

Joele Jung, mit 15 die jüngste der drei Täuflinge, kam vor fünf Jahren aus München zur örtlichen FeG. „Ich brauche etwas Mut, so öffentlich zu sprechen.“ Der Glaube und die Besonderheit des Tages habe es für sei jedoch gut gelingen lassen.

Pastor predigt zum Thema Dankbarkeit

„Sie sind nun in die Gemeinde hineingetauft“, sagte Pastor Thomas Scheitacker. In seiner Predigt zuvor hatte er von der Dankbarkeit gesprochen, solche Momente anzunehmen. „Das ist zum Jammern und Klagen eine gute Alternative“, sagte Scheitacker. Danke zu sagen koste nur eine der insgesamt 86 400 Sekunden eines ganzen Tages. „Dankbarkeit lenkt ab vom Negativen.“

Die Mitglieder der Kirchengemeinde blieben auch unbeeindruckt von den am Sonntagvormittag immer wieder aufkommenden Regenschauern. „Eine Absage war nie ein Thema“, betonte Scheitacker angesichts der unsicheren Wetterlage. Er begründete dies so: „Der Mensch ist wasserfest. Und er kann sich vor Regen schützen.“ Das habe man den potentiellen Gottesdienstbesuchern bereits bei der Ankündigung mit auf den Weg gegeben.

Scheitacker hielt den gemeinsamen Gottesdienst auch vor dem Hintergrund wichtig, wieder ein echtes Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Einige hätten sich doch sehr zurückgezogen, weil sie etwa zu Risikogruppen gehörten. Er hoffe deshalb sehr, dass man die Lockerungen nicht zurückdrehen müsse, „Corona ist Gift für jede Gemeinschaft.“

Weitere Nachrichten aus der Stadt Germering finden Sie hier.

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