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Elisabeth Trentin, ehemalige Lehrerin der Kerschensteiner Schule (M., mit Hummerschürze), tritt demnächst in der ZDF-Küchenschlacht auf. Mit ihren Kochkünsten messen sich (v.l.): Ebru Baskök, Heinz Zwetsch, Alexander Mitterer, Alina Wohldorf und Robert Mrosek. Der österreichische Koch Alexander Kumptner (3.v.l.) coachte die Teilnehmer. 

TV-Sendung

Klasse schickt Lehrerin zur Küchenschlacht

Die Schüler und Eltern der Klasse 4 b der Kerschensteiner Schule haben ihrer Lehrerin Elisabeth Trentin zum Abschied in den Ruhestand ein besonderes Geschenk gemacht. Sie stellten in einem Video Szenen der ZDF-Sendung „Küchenschlacht“ nach. Die Hobbyköchin musste sich damit zum Kochen vor der Kamera bewerben.

Germering – „In dem Video empfahlen mich die Schüler hauptsächlich wegen der Geburtstagskuchen, die ich über die Jahre hin in den Unterricht mitgebracht hatte“, erzählt die 66-jährige pensionierte Lehrerin. Nach 31 Jahren an der Kerschensteiner Schule verabschiedete sie sich im August 2016 in den Ruhestand.

„Ich war total gerührt und begeistert von diesem Film, in dem sogar meine Enkelkinder einen kleinen Auftritt hatten, aber ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, einmal im Fernsehen zu kochen“, erzählt Elisabeth Trentin.

Sie ist seit ihrer Jugend leidenschaftliche Hobbyköchin, aber: „Vor Publikum und unter enormem Zeitdruck zu kochen, da sagte ich sofort nein danke, niemals.“ Doch dann blickte sie in die enttäuschten Augen der Kinder. Sie überwand ihre Angst, sich zu blamieren, und versprach, sich zu bewerben.

Ihre Bewerbung überzeugte beim ZDF – die dreifache Mutter durfte an der Küchenschlacht teilnehmen. „Wenn man mitmachen will, muss man für vier Tage Gerichte einreichen: Für Montag ein Leibgericht, für tags darauf eine Vorspeise, für den Mittwoch ein Rezept zu einem vorgegebenen Motto, für die Donnerstagssendung Hauptgericht und Dessert. Am Freitag gibt der betreuende Koch ein Gericht vor, das die beiden Finalisten kochen müssen“, erklärt Trentin das Prozedere der Küchenschlacht.

Eines ist an allen Tagen gleich: „Man hat nur 35 Minuten Zeit. Das ist wirklich ein Problem für mich, da ich mich schon mal zwei oder drei Tage lang mit einem Menü beschäftige.“ Beim Kochen vor laufender Kamera blendete die Lehrerin das Publikum aus und dachte an ihre Schüler und wie es ihnen bei Prüfungen erging. „Bei der Aufzeichnung der Sendung kam ich ins Schwitzen. Am Schlimmsten empfand ich die Wartezeit vor der ersten Sendung.“

Vor laufender Kamera war sie relativ entspannt, schließlich hatte sie geübt und sich gut vorbereitet. „Man darf zwar vorher den Arbeitsplatz in Augenschein nehmen und die Zutaten kontrollieren. Aber ich hatte ein paar Probleme mit Geräten, die anders zu bedienen sind als die zu Hause. Und so verschwendete ich wertvolle Zeit mit der Suche nach Gerätschaften und verwechselte sogar die angezeigte Uhrzeit mit der Restzeit“, erinnert sich die Hobbyköchin.

Doch der Coach, der österreichische Koch Alexander Kumptner, gab den sechs Kandidaten Hilfestellung. „Ich fühlte mich in der Kandidatenrunde mit zwei jungen, gut aussehenden Frauen und ebensolchen Männern und dem 68-jährigen Heinz sehr wohl“, sagt Trentin. Wer die Küchenschlacht gewonnen hat, darf sie nicht verraten, nur so viel: „Ich hab’ mich nicht blamiert.“

Jetzt freut sie sich auf nette Zusammenkünfte mit ihren „Speisgirls“: Vor acht Jahren gründete sie mit fünf Kolleginnen diesen privaten Kochzirkel – und da gibt es sowieso keine Sieger, sondern nur leckere Menüs und viel Spaß.

Sendetermin

Die aufgezeichneten Sendungen der Küchenschlacht mit Elisabeth Trentin werden ab Montag, 25. September, täglich ab 14.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

(akk)

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