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Dirigent Michael Leyk hat die 94 Mitglieder des Konzertchores, das Projektorchester und die vier Gesangssolisten (erste Reih e links und rechts vom Dirigentenpult) perfekt durch Verdis „Messa da Requiem“ geführt. 

Germering

Konzertchor berührt und begeistert mit Verdi

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Der Konzertchor Germering hat rund 600 Besucher im Orlandosaal der Stadthalle begeistert. Zum 20-jährigen Bestehen führte er gemeinsam mit einem Projektorchester und vier Gesangssolisten Verdis Requiem auf. Dirigent Michael Leyk und alle Akteure wurden mit stehenden Ovationen gefeiert.

Germering – Die mühevollen Vorbereitungen haben sich gelohnt. Im Januar hat Michael Leyk – der Kirchenmusiker von St. Cäcilia führt den Konzertchor seit drei Jahren – die Proben mit den 94 Frauen und Männern des Chors aufgenommen. Beinahe jede Woche wurde an einem der ambitioniertesten Werke der Chorliteratur gefeilt. Das Projektorchester mit etablierten und angehenden Profimusikern sowie die vier Solisten standen nur für zwei gemeinsame Proben kurz vor der Aufführung bereit – der Chor ist mit dieser Herangehensweise aber von seinen vergangenen größeren Inszenierungen wie der Carmina Burana oder Beethovens 9. Sinfonie schon vertraut. Und die Profis sind eben Profis.

Dass dann aber bei der Aufführung alles so glänzend passt, dass im Orlandosaal über eineinhalb Stunden eine Stimmung entsteht, die die Zuhörer zutiefst berührt – immerhin handelt es sich um eine Totenmesse –, das war nicht zuletzt dem Dirigenten zu verdanken. Unaufgeregt, fast schon sachlich leitete Leyk Sänger und Musiker durch das monumentale Werk, das oft als die beste Oper Verdis bezeichnet wird. Auf großes inszenatorisches Gehabe verzichtet der Dirigent aber fast völlig – sieht man von der Idee ab, die vier Trompeten, die im Dies Irae das Jüngste Gericht anblasen, links und rechts von der Empore nach unten in den Saal spielen zu lassen und dabei für einige Minuten das Deckenlicht hell werden zu lassen.

Ansonsten vertraut Michael Leyk den rund 140 Interpreten, die auf der nach vorne erweiteren Bühne Platz finden mussten. Hervorheben muss man hier die vier Gesangssolisten, die im Requiem eine tragende Rolle einnehmen. Kristin Ebner (Sopran), Milen Bozhkov (Tenor), Isanbell Czarnecki (Alt) und Alexander Kiechle (Bass) waren unter den vielen großartigen Interpreten eine Klasse für sich. Das Publikum spürte dies deutlich und spendete ihnen und Dirigent Leyk noch Extra-Applaus.

Die eigentlichen Hauptakteure des Abends darf man dabei aber nicht unterschlagen. Es waren die 94 Mitglieder des Konzert-Chors, die die nicht einfache Aufgabe meisterhaft umsetzten – immerhin handelt es sich bei ihnen durchweg um Laien.

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