Die Bebauung des Kreuzlinger Felds wird wohl Gegenstand eines Bürgerentscheids.
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Die Bebauung des Kreuzlinger Felds wird wohl Gegenstand eines Bürgerentscheids.

Germering

Kreuzlinger Feld: CSU wirbt für die Planung

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Die CSU verteidigt die aktuellen Pläne zur Bebauung des Kreuzlinger Feldes. Sie seien Ergebnis einer Abwägung, die über Jahre gelaufen ist.

Germering – Die Behauptung der Bürgerinitiative (BI) „Lebenswertes Germering“, dass die Bürger dabei nicht gehört worden seien, wiesen Fraktionssprecher Oliver Simon und Zweite Bürgermeisterin Manuela Kreuzmair in einer virtuellen Pressekonferenz zurück. Die BI will bekanntlich mit einem Bürgerbegehren das aktuell laufende Bebauungsplanverfahren stoppen. Am Donnerstag werden die gesammelten Unterschriften an die Stadt übergeben. Wenn alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, wird es möglicherweise am Tag der Bundestagswahl einen Bürgerentscheid zum Kreuzlinger Feld geben. Die CSU will das Vorgehen und die Argumente der BI nicht unkommentiert lassen.

Bebauung seit 1978 ein Thema

Oliver Simon sagte beim Online-Gespräch, dass die Fraktion seit Wochen am Thema arbeite und ein Positionspapier zusammen gestellt habe. Darin wird unter anderem festgehalten, dass die Bebauung des Feldes seit 1978 diskutiert werde. Im Jahr 2006 sei dann ein neuer Flächennutzungsplan aufgestellt worden – mit Bebauung der Fläche zwischen Bahnlinie und TSV-Halle. Und schon damals seien die Bürger umfassend beteiligt gewesen, erklärten Simon und Kreuzmair.

Die jetzigen Pläne werden seit 2017 öffentlich diskutiert. Schon seit 2018 habe die CSU immer wieder Gespräche mit der BI geführt, erinnerte Oliver Simon. Deren Argumente seien auch immer wieder in die Planung eingeflossen. Die Behauptung, dass der Stadtrat sich vor den Karren des Investors spannen lasse, sei dabei völlig falsch, so Simon: „Das ist und bleibt ein Verfahren der Stadt.“

Änderungen des Investors

Das sei auch daran zu sehen, dass der Investor auf Betreiben des Stadtrates immer wieder Änderungen vornehmen musste. Unter anderem sei die ursprüngliche Maximalhöhe der Bebauung um ein Stockwerk reduziert worden. Die Stadt habe unter anderem auch auf Wunsch der CSU ein neues Verkehrsgutachten gefordert. Das habe aber auch zum Ergebnis gehabt, dass der Verkehr auch künftig funktionieren werde.

Wesentliche Punkte für die geplante Bebauung sind laut Simon die Schaffung von Wohnraum und der in den Plänen enthaltene Bau einer Grundschule und eines Kinderhauses. 30 Prozent des geschaffenen Wohnraums werde sozial gefördert entstehen – die Vorstellung, dass man hier zu 100 Prozent sozialen Wohnungsbau umsetzen könne, sei realitätsfern. Nach einer Initiative der CSU ist in der Planung sogar ein Mehrgenerationenwohnhaus vorgesehen.

Demografie-Studie

Der Bau einer Grundschule sei aufgrund der vorliegenden Demografiestudie unbedingt notwendig, erklärte Simon weiter. Sie könnte aber nur gebaut werden, wenn das Kreuzlinger Feld bebaut werde. Die Vorstellung, dass die Stadt zeitnah selbst ein Grundstück dafür erwerben könne, sei unrealistisch.

Der mögliche Bürgerentscheid bedeutet aus Sicht von Simon nicht, dass die Bebauung des Kreuzlinger Feldes damit gestorben sei. Die CSU sei immer wieder auch von Bürgern angesprochen worden, die sich für die Schaffung von Wohnraum vor allem auch für Germeringer Bürger aussprechen.

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