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Wo sich jetzt noch Äcker erstrecken , soll schon bald ein neues Wohngebiet entstehen. 

Germering

Kreuzlinger Feld: Gutachten sollen Sorgen der Anwohner ausräumen

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Zu wenig Frischluft, zu viel Verkehr: Gegner der Bebauung des Kreuzlinger Feldes fürchten, dass sich die Stadt mit dem Projekt übernimmt. Neue Gutachten sollen diese Ängste zerstreuen.

Germering – Auf dem Kreuzlinger Feld im Südwesten der Stadt sollen einmal mehr als 1000 Menschen leben. Für sie sollen neben den Wohnungen auch ein Supermarkt, eine Schule sowie Kindereinrichtungen gebaut werden. Gegner des Projekts befürchten dadurch zu viel Verkehr für die Umgebung.

Im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss hat die Stadtverwaltung jetzt ein neues Gutachten präsentiert, das die Befürchtungen widerlegen soll. Die Untersuchung des Ulmer Ingenieurbüros Modus Consult bestätigt im Großen und Ganzen ein bereits vorliegendes Gutachten. Wichtig sei dabei vor allem der Umbau des Knotenpunktes Landsberger Straße/Starnberger Weg. Werde dieser realisiert, sei die Erschließung gewährleistet. Fazit des Gutachtens: Die Zunahme an Autos wird als „verträglich und funktional“ eingestuft. Erschlossen werden soll das Areal über die Kreuzlinger- und die Alfons-Baumann-Straße sowie über eine neue Straße im Norden.

Wie ist das mit der Frischluft-Zufuhr?

Auch beim Thema Frischluftzufuhr für die Stadt könne Entwarnung gegeben werden, teilte die Verwaltung mit. Ein weiteres Gutachten habe bestätigt, dass die Durchlüftung Germerings trotz der neuen Bauten gewährleistet sei.

An der Höhe der Gebäude soll sich nichts mehr ändern. Geplant ist, höchstens vier Etagen zu errichten (Erdgeschoss plus drei Stockwerke). Robert Baumgartner (SPD) zeigte sich damit gar nicht einverstanden. „Wir brauchen dringend Wohnraum“, sagte der Sozialdemokrat. Er stellte den Antrag, zumindest im Innenbereich des neuen Quartiers, etwa entlang der geplanten Promenade, ein weiteres Stockwerk drauf zu packen. Hadi Roidl von den Grünen konnte er damit nicht begeistern. Seine Fraktion spreche sich generell für weniger Bewohner in dem neuen Gebiet aus. Von Baumgartners Antrag, der noch mehr Menschen bedeute, halte er daher nichts. Das sah auch der große Rest des Gremiums so. Der Antrag wurde abgelehnt. Es bleibt bei maximal vier Etagen.

Präsentiert wurden auch die Pläne für den westlichen Teil des Areals. Dort sollen ein Supermarkt, eine Schule und Kinderbetreuungseinrichtungen entstehen. Außerdem ist eine Fläche für „Gemeinbedarf“ vorgesehen. Was dort entsteht, soll in einem städtebaulichen Wettbewerb ermittelt werden.

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