Am Montag geht’s wieder los: Cordobar-Leiter Erwin Zißelsberger und Mitarbeiterin Felicia Riediger freuen sich auf Besucher in der Jugendbegegnungsstätte am Bahnhofsplatz.

Germering

Lockerung: Auch die Jugendzentren machen wieder auf

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Seit Anfang März hat das Team der Jugendbegegnungsstätte Cordobar ungewohnte Aufgaben: die Unterstützung der Germeringer Tafel, Einkaufengehen für die Nachbarschaftshilfe, Masken nähen.

Germering –  Am nächsten an der sonst üblichen pädagogischen Arbeit ist die Betreuung einer Beratungsnummer für Kinder, Jugendliche und Eltern, die auch oder gerade in der Coronakrise ein Gespräch suchen.

Doch Telefonieren ersetzt nicht den persönlichen Kontakt und vor allem nicht den Raum, der den Jugendlichen sonst zur Verfügung steht. Am Montag, 15. Juni, kann die Jugendbegegnungsstätte nun endlich wieder öffnen – natürlich unter Auflagen. Auch die übrigen Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt öffnen dann wieder ihre Pforten: der Abenteuerspielplatz, die Jugendwerkstatt, das Jugendzentrum am Aubinger Weg und die Streetworkerstelle.

Das Corona-Konzept

Für die Wiedereröffnung der Einrichtungen wurde ein ausführliches Hygienekonzept erarbeitet. Für die Cordobar bedeutet dies, dass die Besucherzahl auf maximal 20 beschränkt wird. Kontrolliert wird das durch die Ausgabe von Eintrittskarten gegen Pfand (Ausweis, Schlüssel oder ähnliches). Dabei werden Name, Adresse und Telefonnummer registriert und vier Wochen lang aufbewahrt. Im Gebäude herrscht Maskenpflicht. Wer keine hat, kann sich wieder gegen Pfand eine ausleihen. Desinfektionsmittel steht bereit, Sitzgelegenheiten sind auseinandergeschoben, Piktogramme und Bodenmarkierungen weisen auf Abstands- und Hygieneregeln hin. Sollte sich jemand nicht daran halten, kündigt Leiter Erwin Zißelsberger an: „Wir behalten uns vor, unseren Jugendlichen ein temporäres Hausverbot zu erteilen, sollten diese Regeln nicht eingehalten werden.“

Wegen der Corona-Vorgaben muss auch das pädagogische Konzept der Cordobar angepasst werden. Zißelsberger: „Normalerweise sind wir nicht durchgehend in allen Räumen präsent, um unseren Besuchern etwas Freiraum zu lassen – jetzt können nur noch Räume genutzt werden, die von unserem Team pausenlos beaufsichtigt werden.“ Es sei zwar noch nicht absehbar, wie viele Jugendliche das Angebot trotz der strengen Auflagen nutzen werden.

Der Cordobar-Leiter verspricht jedenfalls: „Wer zu uns kommen möchte, um zu reden, mit Abstand Freunde zu treffen oder mal wieder Billard zu spielen, kann das nun tun. Und wir freuen uns wirklich, endlich wieder Leben in der Bude zu haben.“ Auch Outdoor-Aktivitäten beispielsweise im Rahmen des JBS-Aktiv-Programms können nun zum Teil wieder stattfinden.

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