Die Abiturienten des Max-Born-Gymnasiums wurden in der Mehrzweckhalle mit der Zeugnisverleihung verabschiedet. Ein Streichquartett mit E-Bass spielte zu Beginn „The final countdown“.
+
Die Abiturienten des Max-Born-Gymnasiums wurden in der Mehrzweckhalle mit der Zeugnisverleihung verabschiedet. Ein Streichquartett mit E-Bass spielte zu Beginn „The final countdown“.

Germering

Ein besonderer Jahrgang verlässt die Schule

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
    schließen

Das Max-Born-Gymnasium (MBG) hat 139 Abiturienten mit der Zeugnisverleihung entlassen. Die Feier fand coronagerecht in drei Durchgängen in der Mehrzweckhalle statt.

Germering – Mit „The final countdown“ leitete ein durch einen E-Bass verstärktes Oberstufen-Streichquartett die Zeugnisverleihung ein. Schulleiter Robert Christoph hätte als musikalischen Einstieg wohl ein etwas anderes Genre gewählt. Ihm sei das Album „Crisis. What Crisis? “ in den Kopf gekommen, das die Band Supertramp 1975 veröffentlicht hat. Den mit Krisen kennen sich die Abiturienten aus: „Die Krise hat euch und uns bis zu Schluss im Griff.“

Christoph hatte für die Abiturienten sehr großes Lob parat: „Ihr seid ein unglaublich symphatischer und engagierter Jahrgang, der unsere Schulleben an vielen Stellen mitgeprägt hat.“ Es sei deswegen bittere Ironie, dass ausgerechnet diesen Schülern etliche Fahrten und coronabedingt Events verwehrt worden seien. Die Lehrkräfte hätten dabei von den Schülern viel lernen können, fügte Christoph an: „Gerade am Ende, als die Pandemie alles dominierte, haben sie eine bewundernswerte Ruhe, Geduld und Zuverlässigkeit gezeigt.“

Oberstufenbetreuerin Karin Lehner beglückwünschte die Schüler, die alle Prüfungen bravorös gemeistert und wieder sehr gute Ergebnisse erzielt hätten. Sie meine damit nicht nur die Einser-Abiturienten, sondern jeden Einzelnen, der versucht habe, sein Bestes zu geben.

Von den 139 Abiturienten haben laut Lehner 51 einen Abschluss mit einer Eins vor dem Komma erreicht. Davon haben fünf sogar die Traumnote von 1,0 erreicht. Besonders freue sie dabei, dass mehrere dieser 1,0-Schüler erst nach der 10. Realschulklasse aufs MBG gewechselt seien.

Videoeinspielungen

In Videoeinspielungen gratulierten Landrat Thomas Karmasin und OB Andreas Haas den Absolventen. Haas ging dabei auch auf die Tatsache ein, dass die Schüler wegen Corona weit früher Reife zeigen mussten als die Jahrgänge vor ihnen. Trotz allem riet er den jungen Menschen: „Lassen sie sich nicht beirren. Schlagen sie ihren Weg ein. Und wenn sie stolpern, dann stehen sie wieder auf.“ Einen Wunsch hatte Haas auch noch: „Bitte engagieren Sie sich weiterhin, für die Gesellschaft, für Germering, für Klimaschutz, für Gleichberechtigung und für Frieden und Freiheit.“ Denn das sei alles nicht selbstverständlich.

Die Elternbeiratsvorsitzende Eva Kuchler äußerte großen Respekt für die Leistungen der Abiturienten: „Ihr könnt mega stolz sein.“ Sie verglich die Schullaufbahn der jungen Frauen und Männer mit einem Schwimmer. In der Grundschule und am MBG hätten die Abiturienten das Schwimmen gelernt. Diese hätten sich dann auch nicht unterkriegen lassen, als 2020 die erste Welle im Wasser das oben bleiben erschwert habe. Auch die zweite Welle, die die Schüler nach unten gedrückt habe, hätten sie mit viel Kraft ausgestanden. Die dritte Welle hätten sie dann auch mit Hilfe der Mentalcoaches Eltern bestens durchgestanden.

Die Abiturreden der Schüler haben sieben Absolventen gemeinsam geschrieben und dann jeweils zu zweit in den einzelnen Feiern gehalten: Nikos Georgalas, Marjyn Tabak, Annalena Ilic, Vincent Wechner, Meedha Khoora, Celina Cichon und Jandeh Ceesay. Sie ließen die Zeit am Gymnasium mit allen Veränderungen Revue passieren und landeten dann natürlich unweigerlich in der Pandemie: „Die Krönung jeder Veränderung war, dass wir unerwartet gar nicht mehr in die Schule mussten und mit einem morgendlichen Weißbier von zuhause arbeiten konnten.“

In der Teit des Distanz-Unterrichts fühlten sich die Schüler vom Direktorat und den Lehrkräften zwar bestens unterstützt. Dennoch seien sie verängstigt gewesen: „Vom Kultusministerium sowie Herrn Piazolo selbst haben wie uns im Stich gelassen gefühlt.“ Am Ende zogen sie dennoch ein sehr gutes Fazit über ihre Schullaufbahn: „Hoffentlich bleibt bei allen die Zeit auf dem MBG als etwas Positives und Schönes in Erinnerung. Denn eine so gute Schulfamilie findet man nicht überall.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare