Die Mitarbeiter des von der katholischen Kirche betriebenen Kinderhauses St. Nikolaus können sich nicht nur über ihren im Vorjahr fertig gestellten Neubau freuen –sie erhalten jetzt auch die München-Zulage.

Germering

Mehr Geld für alle Erzieherinnen

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Germering weitet die Zahlung der München-Großraum-Zulage auch auf die nichtstädtischen Träger von Kindertagesstätten aus. 75 Prozent der Kosten werden übernommen. Bedingung: Die Gebühren an diesen Kitas dürfen die der städtischen Einrichtungen nicht nennenswert übersteigen.

Germering – Seit Januar gibt es für die städtischen Angestellten mehr Geld. Die Großraum-Zulage entspricht der der Landeshauptstadt und reicht von 135 Euro für Vollzeitbeschäftigte in den oberen Gehaltsgruppen bis zu 270 Euro für die niedriger eingestuften. Azubis bekommen 140 Euro drauf und auch für jedes Kind gibt es noch 50 Euro. Anlass der Stadt, diese Leistungen zu übernehmen, war der bestehende Fachkräftemangel – vor allem auch im Kita-Bereich.

Die nichtstädtischen Träger der Kitas haben nach Einschätzung von Sozialamtsleiter Martin Rattenberger dasselbe Problem wie die Stadt. Wie er im Hauptausschuss erklärte, werden sie die Zulage wohl auch übernehmen müssen, um nicht ein Abwandern von Betreuern zu riskieren.

Das könnte laut Rattenberger allerdings dazu führen, dass die so genannten dritten Träger ihre Besuchsgebühren erhöhen müssten. Und das will die Stadt auf alle Fälle verhindern. Denn die Kitagebühren in der Stadt bewegen sich jetzt schon auf einen vergleichsweise hohen Niveau.

Kindergartenreferentin Eike Höppner hatte deswegen angeregt, dass die Stadt die Zulage für diese Träger zumindest teilweise mit übernimmt. Dem stimmte der Hauptausschuss jetzt ohne Diskussion zu.

Die Stadt übernimmt jetzt 75 Prozent der Zulage, wenn die Träger der Einrichtungen bestimmte Bedingungen erfüllen. Zum einen muss laut Martin Rattenberger gewährleistet sein, dass die Zulage dann auch tatsächlich ausbezahlt wird. Für Vollbeschäftigte sind dies 202 Euro monatlich plus 37,50 Euro für kindergeldberechtigte Kinder. Eine zweite Bedingung ist, dass die Besuchsgebühren in den nichtstädtischen Kitas nur bis zu 25 Prozent höher sein dürfen als die der städtischen. Beides wird laut Rattenberger überprüft.

Für die Stadt bedeutet die beschlossene Regelung erhebliche Mehrkosten. OB Andreas Haas sagte im Ausschuss: „Es geht um viel Geld.“ Tatsächlich sind es jährlich rund 600 000 Euro. Denn von der Zulage profitieren nicht nur die Kitas, sondern auch die Beschäftigen der Mittagsbetreuung an den Grundschulen, die von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betrieben wird.

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