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Ein bisschen Streit muss sein: Das „Heimspiel“ im eigenen Wohnzimmer in der Stadthalle garnierten Gudrun und Michael Mittermeier zur Freude des Publikums immer wieder mit kleinen Auseinandersetzungen über falsche und richtige Erinnerungen.

„Heimspiel“

Die Mittermeiers sorgen für beste Laune

Germering - Comedian Michael Mittermeier und seine Frau Gudrun gemeinsam auf einer Bühne: Die Stadthalle hat‘s möglich gemacht. Besser kann kann man sich nicht auf Weihnachten einstimmen.

Das „Heimspiel“ der Mittermeiers, so haben sie ihr Gastspiel genannt, war als Lesung garniert mit Musik angekündigt: Michael Mittermeier sollte seine neues Buch „Alles für Anfänger“ vorstellen und seine Frau Gudrun, Sängerin und Bassistin, ihre neue CD. Ein „Heimspiel“ war es dann auch wirklich: Das in München lebende Ehepaar hatte große Teile seines Wohnzimmers mitgebracht und so auf der Bühne für eine recht heimelige Atmosphäre gesorgt – Salzstangen, Bier, Wein und Wasser inklusive. Eine Lesung war’s dann aber nur in Ansätzen. Das kann der Michel, so nannte ihn seine Frau den ganzen Abend über, wohl auch nicht: Sich hinsetzen und eineinhalb Stunden brav aus einem Buch vorlesen.

Gottseidank: Denn so wurden daraus über drei Stunden, in denen Mittermeier immer wieder unbarmherzig in das zurück fiel, was er am besten kann: Statt die Episoden aus seinem Leben vorzulesen, sprang er spätestens nach 20 Zeilen auf und rekapitulierte das Geschehen in bester Comedy-Manier. Das war zum Wegwerfen komisch.

Gudrun Mittermeier singt hörenswert Indie-Popsongs mit bayerischen Texten

Gudrun Mittermeier, die bei den erzählten Geschichten fast immer dabei war, übernahm währenddessen die Rolle, die man bei Ehefrauen wohl zu erwarten hat. Sie korrigierte ihn immer wieder mal und meinte, da habe er sich wohl wieder mal falsch erinnert. Beispiel: Die Anekdote des ersten gemeinsamen Urlaubs in New York, wo er sie wegen eines verlorenen Geldbeutels alleine in einem Comedyclub sitzen ließ und Gudrun deswegen Zielscheibe der Comedians wurde („Ich bin gestorben“). Es waren doch nur eineinhalb Stunden, entschuldigte sich der Michel. Von wegen, meinte Gudrun. Mindestens zweieinhalb Stunden habe sie als damals knapp 20-Jährige ausharren müssen und nicht gewusst wo er blieb. 

Diese kleinen Twistigkeiten nach 26 gemeinsamen Jahren spielte das Paar ganz bewusst aus, um das Heimspiel noch authentischer zu machen. Es ist bestens gelungen. Und weil Gudrun Mittermeier, die übrigens ein großartige Stimme hat, und ihre Musiker David und Andi Mette mit wirklich hörenswerten Indie-Popsongs mit bayerischen Texten den Abend wunderbar abrunden, verließ man nach über drei Stunden den Saal in bester Vorfreude auf Heiligabend. Dass man dabei noch miterleben durfte, wie sich der Michel als Perkussionist auf einer Rotweinflasche versuchen durfte – „Vorsichtig, das ist unser Teppich“ – rundete dieses Erlebnis ab.

kg

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