Die Jahresversammlung im März war die letzte Veranstaltung des Museumsvereins im Corona-Jahr. Das Foto zeigt die Mitglieder, die einen Vortrag von Stadtarchivar Marcus Guckenbiehl aufmerksam verfolgen. In der vordersten Reihe ist der Vorsitzende Lutz von Meyer zu sehen. archivFoto: Kürzl
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Die Jahresversammlung im März war die letzte Veranstaltung des Museumsvereins im Corona-Jahr. Das Foto zeigt die Mitglieder, die einen Vortrag von Stadtarchivar Marcus Guckenbiehl aufmerksam verfolgen. In der vordersten Reihe ist der Vorsitzende Lutz von Meyer zu sehen.

Förderverein Stadtmuseum

Nach der Jahresversammlung war Schluss

  • vonHans Kürzl
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Etliche Vorträge oder auch ein Besuch der Bayerischen Landesausstellung in Aichach und Friedberg waren im Jahreskalender des Fördervereins Stadtmuseum eigentlich fest eingeplant.

Germering – Stattfinden konnten sie wegen Corona nicht. Dennoch war der Verein im zurückliegenden Jahr 2020 nicht untätig.

„Wir haben unsere Hände nicht in den Schoß gelegt und im Sommer wieder das Museum an den Sonntagen geöffnet“, sagt der Vorsitzende Ludwig von Meyer. Möglich war dies wegen der Pandemie freilich nur unter strengen Hygienevorschriften. Seit November ist aber auch das wieder passé.

Mit dem neuerlichen Lockdown musste das Museum hinter dem Rathaus seine Pforten wieder schließen. Besonders bitter ist für den Förderverein der Ausfall der Fahrt zur Landesausstellung. „Geplant war ein Besuch der Ausstellung in Aichach und Friedberg zusammen mit der Sisi-Ausstellung in Unterwittelbach“, sagt von Meyer. Die Vorbereitungen waren intensiv. „Führungen, das Essen und der Bus waren bereits bestellt“, sagt der Vereinschef. Wegen Corona alles für die Katz’.

Immerhin: Am 6. März konnte die Jahreshauptversammlung des Vereins noch stattfinden. Direkt danach griff dann der erste Lockdown. „Vorträge und archäologische Vorführungen mussten ausfallen“, berichtet von Meyer. „Gerade unsere Vorträge waren immer gut besucht.“ Dass Corona auch diese zunichte gemacht hat, trägt mit zum Jahresfazit des Vereinsvorsitzenden bei: „Es war ein Jahr, das die Stadt und selbst die früheren Dörfer Germering und Unterpfaffenhofen so noch nie erlebt haben.“

Während Veranstaltungen absolute Mangelware waren, wirkte sich die Pandemie jedoch nicht so sehr auf die Veröffentlichungen des Vereins aus. Rechtzeitig vor Weihnachten – und nach jahrelanger Vorbereitung und Arbeit – waren die beiden Bücher „Das Altdorf Germering“ und „Das Altdorf Unterpfaffenhofen“ von Friedrich Drexler, Manfred Spachtholz und Marcus Guckenbiehl fertig geworden.

Auch der Kalender „Stadtarchäologie in Germering 2021“ ist wieder zu haben. Die zwölf Monatsblätter zeigen archäologische Funde auf Germeringer Stadtgebiet, die von Guckenbiehl erläutert werden. Er hat den Kalender auch gestaltet. Zu erwerben gibt es die Bücher und den Kalender üblicherweise auch im Stadtmuseum. Während dieses geschlossen hat, können die Bücher online oder telefonisch unter (089) 8 94 88 48 bei der Buchhandlung Lesezeichen bestellt werden. Sie werden dann zugeschickt. Wer Interesse am Kalender zum Preis von zehn Euro hat, kann sich per E-Mail an info@museumsverein-germering.de wenden.

Auf den Mitgliederstand beim Förderverein hat die Pandemie bislang keine großen Auswirkungen – auch wenn sich von Meyer immer neue Mitstreiter wünscht. „Wir bekommen zwar junge Mitglieder, aber es könnten schon noch mehr sein“, sagt er. Vielleicht klappt es ja 2021. Der Vereinschef hofft jedenfalls, dass es ein besseres Jahr wird und dann auch wieder Veranstaltungen stattfinden und das Museum öffnen kann. Schließlich ist auch eine große Sonderausstellung zu den Funden aus dem Jahreskalender geplant.

Vereinssteckbrief

Gründungsjahr: 1999 Mitglieder: 150 Kontakt: info@museumsverein-germering.de Internet: www.museumsverein-germering.de

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