Alexander Anton kämpft um das Überleben seines Unternehmens.

Germering

Teilnahme an der „Night of light“: Event-Veranstalter vor dem Ruin

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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 Veranstaltungstechniker wie das Unternehmen von Alexander Anton („Anton Event Solution“) leiden besonders an der Corona-Krise. Ohne Konzerte, Marktsonntage, Stadtfeste und ähnliches gibt es auch keine Aufträge.

Germering– Am Montag, 22. Juni, beteiligt sich Anton deswegen an der bundesweiten Aktion „Night of light“. Von 22 bis 1 Uhr wird das Betriebsgebäude in der Industriestraße 18 rot erleuchten. Für jeden der zehn Angestellten soll ein Lichtstrahl pulsen.

Mit der Aktion will Anton auf die desaströse Lage aufmerksam machen, in der sich sein und alle anderen Unternehmen befinden, die in der Veranstaltungsbranche tätig sind. Die Organisatoren von „Night of light“ rechnen mit über 4000 Mitstreitern am Montag. Anton schildert seine Beweggründe für das Mitmachen so: „Wir möchten damit sowohl unsere Hilflosigkeit nach außen tragen, als auch unseren entschlossenen Willen zeigen, unser Team wieder zusammenzubringen, bevor unsere Lichter ausgehen.“

Bei fast jeder größeren Veranstaltung vertreten

Anton Event Solutions ist in der ganzen Region bei fast jeder größeren Freiluft-Veranstaltung zu finden. Auf dem Stadtfest und an den Marktsonntagen ist er mit seiner Bühne und der dazugehörende Licht- und Tontechnik ebenso präsent wie beim Brucker Altstadtfest oder bei Corso Leopold in München. Außerdem ist Anton Event Solutions auch Spezialist für Industriepräsentationen, richtet Firmen- und Privatfeiern sowie Konzerte aus und betreut diese. Die Installation von Licht-, Video- und Tonanlagen in Firmengebäuden, Theatern und öffentlichen Einrichtungen gehört ebenfalls dazu.

Änderungen nicht absehbar

Der Schwerpunkt liegt laut Alexander Anton im Open-Air-Geschäft. Genau das sei derzeit aber das größte Problem. Es gibt wegen Corona keine Veranstaltungen und es ist auch keinen Änderung absehbar. Ab dem 12. März sind die bis dahin gut gefüllten Auftragsbücher auf Null gesunken. Es gab zwar Soforthilfe vom Staat. Aber das hat nur zum Überbrücken von zwei Monaten gereicht.

Anton erzählt, dass er die Autos und Sondergeräte nicht abgemeldet sowie zwei von zehn Mitarbeitern weiter in Vollzeit beschäftigt habe, um im Falle des Falles sofort wieder loslegen zu können. Zwischendurch habe man auch Desinfektionsmittelständer und andere Geschäftsausstattung vertrieben sowie Konzepte für Auto-Konzerte erstellt. Eine Perspektive gebe es aber bis heute allerdings nicht.

Anton will deswegen die Menschen wissen lassen, „dass wir da sind, dass es uns gibt und dass wir Hilfe brauchen. Dass es ohne uns dunkel und leise wird“.

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