Hallenbad Germering
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Germering

Pandemie trifft die Bäder heftig

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Die Stadtwerke rechnen damit, das sich die Folgen der Corona-Krise bei Hallenbad und Freizeitzentrum bis ins Jahr 2022 ziehen. Für 2021 werden hier ähnliche Verluste erwartet wie in diesem Jahr.

Germering – Die Finanzlage der Stadtwerke ist mindestens noch im nächsten Jahr stark von den Auswirkungen der Pandemie geprägt. Das wird im Wirtschaftsplan 2021 des städtischen Eigenbetriebs deutlich, den der kaufmännische Leiter Michael Voss jetzt im Werkausschuss präsentierte.

Im früheren Kerngeschäft des Betriebs, dem Wasserwerk, und im jüngsten Betriebszweig, der Energieversorgung, ist Corona zwar so gut wie nicht zu spüren. Aber dafür trifft es die Geschäftsfelder Hallenbad und Freizeitzentrum (Freibad und Eisstadion) umso stärker. Voss rechnet für beide Bereiche mit denselben Einnahmeverlusten wie in diesem Jahr. Wegen des Lockdowns und der teilweise oder ganzen Bäder-Schließung wurden heuer rund 460 000 Euro geringere Einnahmen gemacht als 2019. Hinzu kam ein Aufwand von rund 40 000 Euro für Security-Maßnahmen.

Die einzige Hoffnung, die Voss noch hat, ist die schnelle Verfügbarkeit eines Impfstoffes. Nur dann könnten die Ergebnisse möglicherweise besser werden. Dennoch rechnet er damit, dass die Krise im Freizeitbereich auch im Jahr 2022 noch zu spüren sein wird.

Trotz dieser Erwartungen stehen für Hallenbad, Freibad und Eisstadion Investitionen an, die nicht hinausgeschoben werden können. Bei beiden Einrichtungen muss die Kassenanlage erneuert werden, was insgesamt rund 42 000 Euro kostet.

Die wegen Vergabe-Problemen im Vorjahr gestoppte Erweiterung des Hallenbades steht nächstes Jahr mit Planungskosten von 400 000 Euro wieder im Haushalt. Und im Freibad wird der Kleinkinderbereich neu gestaltet. Kosten: 215 000 Euro.

Im Wasserwerk stehen nächstes Jahr vor allem Investitionen ins Leitungsnetz (150 000 Euro) und der Kauf eines neuen Montagefahrzeuges für 47 000 Euro an. Weil es laut Voss noch keine geeigneten E-Fahrzeuge gibt, die auch Anhänger ziehen können, wird man einen Hybridantrieb wählen. Gerhard Blahusch (Grüne) wies allerdings darauf hin, dass es mittlerweile durchaus Alternativen gebe.

Die Energiesparte plant den Aufbau einer Fernwärmeinsel am Hallenbad (rund 1,7 Millionen Euro) und den Ausbau des Fernwärmenetzes (200 000 Euro). Die schon beschlossene Optimierung des Heizkraftwerks im Germeringer Norden, die Mehrerlöse aus dem Energieverkauf ermöglicht, wird sich nächstes Jahr noch nicht zur vollen Gänze bemerkbar machen.

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