Heuer muss er wieder weg: 2019 hatten die Burschen den Maibaum aufgestellt. ArchivFoto: Peter Weber
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Heuer muss er wieder weg: 2019 hatten die Burschen den Maibaum aufgestellt.

Germering

Pandemie verhindert erneut Burschen-Feste

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Die Corona-Krise hat nicht nur Sportler hart getroffen. Auch Musik-, Freizeit-, Kultur- und andere Vereine leiden an den Kontaktbeschränkungen und dem Verbot von Veranstaltungen. Der Merkur stellt sie in einer losen Serie vor. Heute: die Burschenschaft Germering.

Germering – Noch steht der Maibaum, den die Germeringer Burschen 2019 an der Ecke Dorf- und Augsburger Straße aufgestellt haben. Doch heuer muss der Maibaum auf jeden Fall weg. Wie es danach mit dem Maibaum in Germering weitergeht, ist wegen Corona völlig offen. „Wir müssen den Maibaum im Herbst umschneiden“, sagt Burschen-Vorsitzender Lukas Huber. Die Kosten für ein Gutachten, um den Baum länger stehen zu lassen, seien zu hoch.

Ab dann wird die Stadt vorerst ohne Prachtstangerl sein. Denn die benachbarten Unterpfaffenhofener Burschen haben ihr ohnehin schon aus dem Vorjahr verschobenes Maifest heuer erneut abgesagt. Jetzt müssen sich die beiden Vereine absprechen. „Noch ist niemand aus Unterpfaffenhofen auf uns zugekommen“, sagt Huber. Man wolle das Gespräch abwarten und dann in der Vorstandschaft entscheiden, wie es weitergehen kann.

Eine gemeinsame Maifeier mit dem Nachbarverein ist für Huber aber sehr unwahrscheinlich. „Es sind ja zwei verschiedene Standorte“, sagt er. Ein gemeinsames Fest würde daher einen enormen Mehraufwand mit sich bringen. Und überhaupt müsse man abwarten, wie sich die Pandemie und die damit verbundenen Auflagen entwickeln. „Je nachdem, welches Hygienekonzept für ein großes Fest gefordert wird, ist das auch eine wirtschaftliche Frage“, sagt Huber.

Unter anderem ist entscheidend, ob überhaupt so viele Menschen an einem Ort zusammenkommen dürfen, dass sich der Organisationsaufwand auch rechnet. „Wir müssen einfach abwarten was kommt“, sagt Huber. Abwarten ist überhaupt die Devise bei der Burschenschaft.

Die letzte Veranstaltung fand im August 2019 statt: das Wiesenrauschen. Ein Jahr später hat Corona die Vereinsaktivitäten lahm gelegt. Sowohl das Stadtfest, bei dem der Verein jedes Jahr einen Ausschank betreibt, als auch die Neuauflage des Wiesenrauschens fielen der Pandemie zum Opfer.

Auch fürs neue Jahr sieht es bislang nicht gut aus. „Das Stadtfest ist ja bereits wieder abgesagt“, sagt Huber. Wann es wie weitergehen kann, steht für den Verein in den Sternen. Bis es so weit ist, halten sich die Mitglieder streng an die Regeln. „Als es im Sommer erlaubt war, haben wir uns schon in Kleingruppen getroffen“, sagt Huber.

Das war mit dem zweiten Lockdown im Spätherbst dann aber auch wieder passé. Auch Online-Treffen zum Beispiel über Zoom finden nicht statt. Ein bisserl Austausch ist trotzdem möglich: „Die einen oder anderen bei uns haben einen gemeinsamen Arbeitsplatz“, sagt Huber. Daneben gilt aber: „Wir halten die Füße total still.“ Mindestens bis zum Herbst, wenn der alte Maibaum weichen muss.

Vereinssteckbrief

Gründungsjahr: 1911

Mitglieder: rund 45

Kontakt: vorstand@burschenschaft-germering.de

Internet: www.burschenschaft-germering.de

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