Mit gebastelten und programmierten Robotern muss man bei den Junior Robotics in mehren Disziplinen antreten. 

Digiclub

Internationale Roboter-Meisterschaft kommt nach Germering

Der erst vor fünf Monaten gegründete Digiclub holt die Junior Robotics des Internationalen Roboter-Fußball-Verbands (FIRA) nach Germering. Im kommenden Jahr werden in der Stadthalle Teams aus ganz Deutschland ihre programmierten Maschinen gegeneinander antreten lassen.

Germering – Der Digiclub ist im Dezember gegründet worden mit dem Ziel, die technische und digitale Bildung junger Menschen zu stärken. Mitglieder sind Schulen, Unternehmen, und private Förderer sowie vor allem Mädchen und junge Frauen.

Einer der Initiatoren war der Gründer des Software-Unternehmens Docuware, der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Jürgen Biffar. Er wurde bei der Gründungsversammlung zum Vorsitzenden gewählt und jetzt bei der ersten offiziellen Mitgliederversammlung im Carl-Spitzweg-Gymnasium im Amt bestätigt.

Zwei Großprojekte

Nach den Tätigkeitsberichten des Vorstands und der Neuwahl stellte Biffar zwei Großprojekte vor, die sich der Verein für die nahe Zukunft vorgenommen hat. Zum Einen soll in Germering ein so genanntes Fab Lab eingerichtet werden. Dabei handelt es sich um eine Art Hightech-Labor, das von Interessierten zum Basteln und Tüfteln besucht werden kann. Bestückt werden soll es unter anderem mit 3D-Druckern, CNC-Fräsen, PC-Equipment und anderen Geräten. Man sei schon auf die Suche nach einem Raum, der dann auch als fester Vereinssitz des Digiclubs genutzt werden kann, erklärte Biffar. Gespräche mit Vertretern des Fab Lab Nürnberg hätten gezeigt, dass der Betrieb organisatorisch vom Verein bewältigt werden könne.

Das zweite Großprojekt ist die Ausrichtung der Junior Robotics als German Open in der Stadthalle. Der Präsident des Weltverbandes FIRA, der Künstliche-Intelligenz-Forscher Jacky Baltes, freut sich laut Biffar, dass sein Wettbewerb dank Germering auch in Deutschland Fuß fassen könne.

Unterstützung aus Oberpfaffenhofen

Auch einen ersten wichtigen Förderer hat Jürgen Biffar schon gewinnen können. Professor Albu-Schäffer, Direktor des Instituts für Robotik und Mechanik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen, hat seine volle Unterstützung angeboten. Seiner Meinung nach ist die Germeringer Stadthalle der ideale Ort für die Junior Robotics, da sie eine sehr gute Infrastruktur und eine komfortable Umgebung für alle Teilnehmer bietet.

Biffar präsentierte schon jetzt ein Finanzierungsmodell für die Meisterschaften. Er rechnet mit Kosten in Höhe von 40 000 Euro, die durch Sponsoren Eintrittsgelder, Teilnehmerbeiträge und vereinseigene Mittel gestemmt werden können.

Der Digiclub ist in den fünf Monaten seines Bestehens von anfangs 40 auf jetzt 47 Mitglieder angewachsen. Eines der neuen Mitglieder ist die Stadt, die Martin Rattenberger, Leiter des Amtes für Familie, Schulen und Soziales, als Vertreter benannt hat.

Technikcamps für Mädchen

Der Verein funktioniert laut Biffar wie ein Start-Up-Unternehmen – allerdings werde der Betrieb fast vollständig von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geleitet. Dass es sich dabei ausschließlich um Mädchen und Frauen handelt ist der Gründungsgeschichte des Clubs zu verdanken. Die Keimzelle des Verein waren nämlich die Technikcamps für Mädchen, die im Rahmen des städtischen Ferienprogramms angeboten wurden.

Diese Camps sind auch jetzt noch wesentlicher Bestandteil der Club-Aktivitäten. In den einzelnen Berichten der jungen Camp-Leiter wurde aber schon klar, dass sich das Angebot erweitert hat. Unter anderem verfügt der Digiclub mittlerweile über zwei 3D-Drucker, mehrere Lego-Mindstorm-Sets und weitere Hilfsmittel, um Kindern Technik und Digitales näher zu bringen.

Die jungen Aktiven betreiben zudem eine Marketingarbeit, die professionellen Ansprüchen nahe kommt. Die eigene Homepage (www.digiclub-germering.de) vermittelt einen guten Eindruck davon.

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