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Aufmerksam beäugten der Leiter des Abenteuerspielplatzes (ASP) Martin Pollok und Stadträtin Fereschteh Erschadi-Zimmermann (SPD) die massive Holzbauweise, die im Inneren des neuen Spielhauses zum Einsatz kam

Germering

Der Rohbau des Spielhauses steht bereits

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Voraussichtlich bis Mitte Oktober wird das neue Spielhaus am Abenteuerspielplatz fertig gestellt sein. Schon jetzt informierte sich der Stadtrat über den Fortgang der Bauarbeiten. Besonders die Holzbauweise beeindruckte die Gäste.

Germering – Vorwiegend Nadelholz kam zum Einsatz, dort, wo in gut sieben Monaten Kinder und Jugendliche toben, spielen und kreativ sein können. Doch nur allein mit Holz geht es nicht, weiß Architekt Achim Füllemann. Er führte eine Delegation an Stadträten und Verwaltung sowie den Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU) über die Baustelle des neuen Spielhauses am Abenteuerspielplatz. „Es sind auch viele 10 000 Schrauben verbaut, dass es bei Wind hält.“ Ein kleiner Wink auf Sturmtief „Sabine“, das für ein paar Tage Bauverzögerung sorgte.

Ansonsten ist Architekt Füllemann von der Holzbauweise für das neue Spielehaus überzeugt: „Es schafft eine gute Atmosphäre und auf der Baustelle gehen die Arbeiten zügig voran.“ Zudem weist Füllemann bei der Begehung darauf hin, dass auch bei der Dämmung auf Nachhaltigkeit Wert gelegt wurde: Es wurde Holzweichfaser verwendet. „Die Planung bei solch einer Bauweise ist aber schon aufwendiger als bei einem Standartgebäude“, räumte Füllemann ein.

In Gerüste gehüllt: Der Rohbau des neuen Spielhauses am Abenteuerspielplatz steht schon mal.

ASP-Leiter Martin Pollok weiß den Aufwand zu schätzen – zumal er und sein Team stets in die Planungen einbezogen waren. „Das hat Spaß gemacht. Und es ist sehr interessant so ein Projekt zu verfolgen, wenn man einen unmittelbaren Bezug dazu hat“, sagt der Spielplatz-Chef. Die Besichtigung der Baustelle verfolgt er interessiert und aufmerksam. In Gedanken sind er und seine Mitarbeiter aber bereits ein paar Schritte weiter. „Wir planen schon die Innenausstattung“, sagt Pollok. Ob Kreativzimmer, Raum zum Toben oder Aufenthaltsbereich: „Es ist schon sehr konkret, was in jeden Raum rein soll.“

OB Andreas Haas ist jedenfalls schon jetzt begeistert, obwohl er noch durch kahle Räume geht. „Man kann schon eine Vorstellung entwickeln, wie gut die Aufenthaltsqualität für Kinder und Jugendliche hier sein wird.“ Das werde das Umfeld des ASP auch bemerken. Mehr Projekte werden in dem hell und großzügig geplanten Bau möglich sein. „Schulklassen können zu Besuch kommen und die eine oder andere Abschlussfete kann hier sicher steigen“, beschreibt ASP-Leiter Pollok die Möglichkeiten. All das war in dem alten Bau nicht mehr möglich.

Der war im Mai 2019 abgerissen worden, nachdem der Stadtrat ein halbes Jahr zuvor den Ersatzbau beschlossen hatte. An Kosten entstehen 2,475 Millionen Euro, von denen zum jetzigen Zeitpunkt bereits 728 000 Euro durch Bund und Freistaat gefördert werden. Das geschieht im Rahmen des Investitionspakts „Soziale Integration im Quartier“. In einer Mitteilung der Stadt Germering heißt es dazu: „Weitere Mittel sind beantragt und in Aussicht.“

Derzeit werden die Kinder und Jugendlichen noch in einer Containeranlage neben dem ASP-Gelände provisorisch betreut und untergebracht. Das Ferienprogramm war davon aber kaum beeinträchtigt. Die Besucher hätten sich mit der Situation „super arrangiert“, weiß der ASP-Leiter Pollok. Dennoch gesteht er: „Wir sind schon alle froh, wenn wir hier im Oktober einziehen können.“

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