Zum ersten Mal in der Clubgeschichte trägt die Amtskette eine Frau: Monika Jagusch hat die Präsidentschaft des Rotary Clubs Germering turnusgemäß von Florian Wackermann übernommen. tb-foto

Germering

Rotary Club wird 34 Jahre nach der Gründung von einer Frau geführt

Der Rotary Club (RC) Germering hat zum ersten Mal in seiner 34-jährigen Geschichte eine Präsidentin. Monika Jagusch übernahm im Rahmen einer feierlichen Sitzung, die wegen Corona unter freiem Himmel stattfand, das Amt von Florian Wackermann.

Germering –  Die 35-Jährige ist vielen als Leiterin des integrativen Kinderhorts an der Kirchenschule bekannt. Rotary-Mitglied wurde sie im Sommer 2016, nachdem sie zuvor schon bei der Jugendorganisation Rotaract („Rotary in Action“) aktiv war.

Florian Wackermann kann dem RC zufolge auf ein bewegtes Jahr zurück blicken. Der Rotary Club war während seiner Amtszeit so aktiv wie noch nie. Unter anderem beteiligte sich der Club am Stadtfest und veranstaltete im September ein Benefizkonzert mit Solisten der Cape Town Opera in der Stadthalle. Der Erlös von über 17 000 Euro wurde an das Sozialdienst-Projekt „Miteinander füreinander“ übergeben.

Beim Christkindlmarkt erlöste der Club mit Hilfe einer Tombola nochmals 10 000 Euro, die an das Kinderhaus Atemreich gingen. Aktuell engagiert sich der Rotary Club Germering in einem Wasserprojekt in Ecuador.

„Rotary verbindet die Welt“, sagte Florian Wackermann zum Ende seiner Präsidentschaft. Er verwies damit auf das Engagement aller 35 000 Clubs mit mehr als 1,2 Millionen Mitgliedern weltweit. In Germering prägen diese sozial-karitativen Einsätze das Clubleben ganzjährig. Daher war der Corona-bedingte Lockdown seit März auch für die Rotarier ein Schock.

Nach der Übergabe der Amtskette sagte Monika Jagusch, dass sie sich als „konservative Revoluzzerin“ sähe. „Agilität braucht Stabilität“, erklärte die Clubpräsidentin. In ihrer Eröffnungsrede brachte sie James Bond, Buddha und Moses in diesen Kontext. Diese drei Männer stehen für Veränderung, für Einsatz und für Ausgeglichenheit. Sie hoffe nun, dass trotz der Pandemie viele Aktionen stattfinden können, um die Welt zu einer lebenswerteren, gerechteren, gesünderen und friedlicheren zu machen.

Seit der Gründung des ersten Rotary-Clubs vor mehr als 100 Jahren in Chicago hat sich Rotary zu einem weltumspannenden Netzwerk entwickelt. Ziel ist es, denen zur Seite zu stehen, die sich nicht selbst helfen können – im lokalen Umfeld der eigenen Gemeinde und in internationalen humanitären Hilfsprojekten. Der Club in Germering wurde im April 1986 gegründet und zählt aktuell 54 Mitglieder. Interessierte sind jederzeit willkommen.

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