Jörg Hahn verstarb mit 80 Jahren.
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Jörg Hahn verstarb mit 80 Jahren.

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Rotary Club trauert um seinen Gründungspräsidenten

Der Rotary Club trauert um seinen Gründungspräsidenten Jörg Hahn. Er verstarb an den Folgen eines Schlaganfalls im Alter von 80 Jahren in Fürstenfeldbruck.

Germering – Der im Landkreis bekannte Notar war 1986 der Gründungspräsident des Rotary Clubs Germering. Sein langjähriger Rotary-Freund Jürgen Blumer bezeichnet den Verstorbenen als „sehr selbstbewusste Persönlichkeit und genialen Moderator“.

Mit 16 Gründungsmitgliedern formte Hahn einen Club, der in kürzester Zeit auf seine heutige Größe von über 50 Mitgliedern anwuchs. Von Anfang an schuf er konstruktive Strukturen, um den jungen Club in geordnete Bahnen zu lenken. Seine Neutralität und vor allem „bewundernswerte Geduld“, so Blumer, haben dabei viel dazu beigetragen, dass ein harmonisches Clubleben bei den Germeringer Rotariern entstehen konnte.

Geboren und aufgewachsen ist Hahn im Westen von München. Er absolvierte das Max-Planck-Gymnasium in Pasing und war im Münchner Stadtteil auch in der katholischen Jugend aktiv. Beruflich zog es den Juristen zunächst nach Nabburg in der Oberpfalz. Später kam er als Notar nach Bruck.

In seiner Freizeit war Jörg Hahn vor allem ein begeisterter Skifahrer. Dabei lernte er auch seine spätere Frau, eine aktive und lebhafte Niederländerin kennenlernte, mit der er vier Kinder hatte. Die Familie und insbesondere auch deren Wohl standen für Hahn immer an erster Stelle.

Beruflich und privat fand der Verstorbene in Fürstenfeldbruck ein Zuhause. Oft konnte man ihn in der Stadtbibliothek antreffen, wo er seiner großen Leidenschaft, dem Zeitunglesen, nachkam. Ein tragischer Autounfall im Jahr 1996 zerstörte das bisherige Leben Hahns. Während er selbst über ein Jahr lang mit dem Leben kämpfte und seitdem querschnittsgelähmt an den Rollstuhl gebunden war, verstarb seine Ehefrau noch am Unfallort.

Auch wenn der Unfall alles im Leben Hahns veränderte, verlor er den Rotariern zufolge zu keiner Zeit seine positive Lebenseinstellung und seine Fröhlichkeit. Und seinen Glauben. „Wir haben ihn immer bewundert, mit welcher Kraft er diese Ereignisse bewältigt hat“, erzählt Rudi Geiger, eines der Gründungsmitglieder.

„Jörg Hahn hat während seiner gesamten Zeit bei Rotary Freundschaften gepflegt und hatte trotz erheblichen Aufwands eine bemerkenswerte Präsenz – wahrscheinlich die beste des gesamten Clubs“, erinnert sich Jürgen Blumer. Clubpräsidentin Monika Jagusch sagt: „Mit ihm verlieren wir einen vorbildlichen Rotarier und willensstarken Kämpfer, einen guten Freund und liebenswerten Menschen. Er wird uns und dem Clubleben fehlen.“

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