Ob zu wenig Luft im Reifen oder eine lockere Schraube: Hat man Probleme mit dem Radl, findet man am Germeringer See eine Erste-Hilfe-Station. Radexperte Thomas Wieser testet sie schon einmal.  Foto: Kürzl
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Ob zu wenig Luft im Reifen oder eine lockere Schraube: Hat man Probleme mit dem Radl, findet man am Germeringer See eine Erste-Hilfe-Station. Radexperte Thomas Wieser testet sie schon einmal.

Schraubenschlüssel und Pumpe: Erste-Hilfe-Station für Radler

  • vonHans Kürzl
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Für Radfahrer, die eine Panne haben und ihr eigenes Werkzeug gerade nicht dabei haben, ist am Kiosk des Germeringer Sees eine Erste-Hilfe-Radstation eingerichtet worden.

Germering – Neben zwei anderen an den beiden S-Bahnhöfen ist sie die dritte ihrer Art in der Stadt.

Inbusschlüssel, diverse Schraubenzieher, Maulschlüssel: Das alles enthält die Station. Und auch eine Pumpe mit Manometer ist dort zu finden. Dabei ist die Station für alle Ventile ausgestattet. „Sie ist sogar für Rollstühle und Kinderwagen geeignet“, erklärt Germerings Umweltreferentin Angelika Kropp-Dürr.

Eine Tabelle an der Säule zeigt an, wie viel Druck man je Reifenbreite geben, sprich wie stark man die Räder aufpumpen soll. Im Notfall könnte man dort sogar einen Fußball aufpumpen. Dazu müsste man allerdings das passende Zwischenstück mit sich führen.

Rund 2000 Euro hat die Erste-Hilfe-Station für Radfahrer gekostet. Dafür, dass die Ausstattung komplett bleibt, sorgt der Bauhof. Der habe sowieso regelmäßig am Germeringer See zu tun, so Kropp-Dürr. Die Umweltreferentin sieht die Station auch als „erfreuliches Zeichen“, dass Fahrräder immer mehr genutzt würden.

Die Radlstation ist zudem ein weiterer Schritt, der dazu beitragen soll, Germering zur fahrradfreundlichen Kommunen zu machen, erklärt OB Andreas Haas. „Wir sind noch nicht zertifiziert“, sagt der Rathauschef. Das werde wohl erst in drei Jahren der Fall sein.

Als eine der nächsten Maßnahmen sei geplant, an der Oberen Bahnhofstraße/Goethestraße bessere Gegebenheiten für Radfahrer zu schaffen, berichtet Thomas Wieser, Sachgebietsleiter der Stadtverwaltung in Umweltangelegenheiten und Radexperte. Er kündigte außerdem an, dass die Fahrradständer am S-Bahnhof-Harthaus in absehbarer Zeit erneuert werden würden.

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