1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Germering

Germering: Schritt für Schritt zur Radl-Stadt

Erstellt:

Kommentare

null
Die Landsberger Straße, hier die Kreuzung mit der Unteren Bahnhofstraße wurde von Experten und Bürgern unter die Lupe genommen. © Gehre

Germering soll fahrradfreundlicher werden. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten ein Fachbüro und über 100 Germeringer seit Monaten Hand in Hand. Jetzt wurden erste Ergebnisse präsentiert.

Germering – Wo lässt es sich in der Großen Kreisstadt gut radeln, wo besteht noch Handlungsbedarf? Mit diesen beiden Fragen haben sich die Spezialisten des beauftragten Instituts für innovative Städte (INS) und rund 130 Bürger bei der Auftaktveranstaltung beschäftigt. Untersucht wurden dabei zwei Ost-West-Magistralen durch die Stadt – entlang der Landsberger Straße und die geplante Fahrradstraße südlich der Bahnlinie.

Landsberger Straße

Die Sicherheit entlang der wichtigsten Ost-West-Verbindung durch Germering stand für die Teilnehmer der Planungswerkstatt an oberster Stelle. Die in weiten Teilen parallel zur Straße verlaufenden Wirtschaftswege bieten nur scheinbar Sicherheit. In der Praxis sorgen die Zu- und Abfahrten aber häufig für Verwirrung – sowohl bei Rad- als auch bei Autofahrern. Unter die Lupe genommen haben Experten und Bürger etwa die Abfahrt von der Landsberger Straße in den Wirtschaftsweg auf Höhe der Raiffeisenbank. Vorgeschlagen wurde dabei ein Rückbau der Zufahrt von der Straße sowie die sicherere Gestaltung der Ausfahrt aus dem Parkplatz der Bank.

Ein weiterer Punkt mit Konfliktpotenzial ist die Kreuzung mit der Oberen Bahnhofstraße. Mehrere Maßnahmen sollen diese neuralgische Stelle sicherer machen. Geplant ist etwa der Umbau in eine dreiarmige Kreuzung. Außerdem soll der Kfz-Verkehr aus dem nördlich verlaufenden Wirtschaftsweg durch eine neue Ausfahrt auf die Landsberger Straße geleitet werden. Die Überquerung der Landsberger Straße an dieser Stelle soll durch getrennte Furten für Radfahrer und Fußgänger erfolgen.

Die Fahrradstraße

Insgesamt vier Arbeitsgruppen haben sich mit dem Projekt befasst, das von der Stegmairstraße im Osten bis zur Wiesenstraße im Westen reicht. Wichtige Eckpunkte sind dabei beispielsweise eine Rotmarkierung im Bereich der Hubertusstraße, die Schaffung von Grüninseln in der Eisenbahnstraße, die Reduzierung des Durchgangsverkehrs in der Südendstraße sowie eine bauliche Verkehrsberuhigung in der Frühlingstraße. Dort soll zudem zwischen Marktstraße und Kleinfeldschule ein neuer Fußweg für mehr Sicherheit für die vielen Schulkinder sorgen.

Offen ist noch die Gestaltung des westlichsten Teils der geplanten Fahrradstraße. Eine Variante läuft über den Volksfestplatz und weiter über die Kleinfeldstraße, die andere verläuft weiter über die Frühlingstraße und die Wiesenstraße.

Im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss, wo der Zwischenbericht jetzt vorgestellt wurde, zeigte man sich begeistert vom Projektfortschritt. „Ein sehr spannender Prozess“, meinte Oberbürgermeister Andreas Haas. Sein Stellvertreter Wolfgang Andre (CSU) war vor allem beeindruckt von der hohen Zahl an Bürgern, die sich an dem Projekt beteiligen. Seine Schlussfolgerung: „Jetzt ist der Prozess nicht mehr umkehrbar.“ (tog)

Auch interessant

Kommentare