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Noch wird in der Theresenschule gebaut. Aber im September sollen die neuen Räume schon bezogen werden. Über die Kostenentwicklung wurde jetzt im Stadtrat berichtet. 

Bauarbeiten an Germerings Schulen

Darum wird die Sanierung der Wittelsbacher- und Theresenschule immer teurer

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Die Sanierung und Erweiterung der benachbarten Wittelsbacher- und Theresenschule wird immer teurer. Die Projektkosten sind knapp 37 Millionen Euro gestiegen.

Germering – OB Andreas Haas sprach im Stadtrat von einem Projekt, das in seiner Größe herausragend ist: die Erweiterung der Theresen-Grundschule und die gleichzeitige Generalsanierung und Erweiterung der Wittelsbacher Mittelschule. Das Mammutprojekt war vor zweieinhalb Jahren mit Gesamtkosten in Höhe von rund 32,2 Millionen Euro beschlossen worden.

Dieser Kostenansatz musste schon bald nach Baubeginn vor gut 2 Jahren über den Haufen geworfen werden. Der Grund: Im Boden waren unerwartet Altlasten gefunden worden. Inklusive Abtransport und Entsorgung kostete dies rund 1,1 Millionen Euro. Bis zum ersten Projektbericht im November 2018 waren die Mehrkosten schon auf insgesamt 2,4 Millionen Euro geklettert. Schuld an dem weiteren Anstieg waren vor allem konjunkturell bedingte Kostensteigerungen.

Heiß laufende Baukonjunktur treibt die Preise hoch

Der weitere Anstieg auf jetzt 37 Millionen Euro ist einerseits auch der nach wie vor heiß laufenden Baukonjunktur zu verdanken. Andererseits summierten sich mehrere kleinere Posten zu einem Betrag, den OB Haas als „nicht prickelnd“ einstufte. Architekt Peter Oppermann erläuterte die einzelnen Punkte, auf die er schon bei der jüngsten Besichtigungstour der Baustelle eingegangen war.

Unter anderem mussten die Decken der neuen Turnhallen, die ja überbaut werden, aus statischen Gründen abgestützt werden. Aufwendiger als ursprünglich gedacht waren auch Abbruch und Entsorgung der alten Treppe in der Grundschule. Um die alte Treppe mittels Kran aus dem Gebäude zu ziehen, musste eigens das Dach geöffnet werden.

Bei der Kostenentwicklungen wird Gemeinderätin angst und bange

Eike Höppner (SPD) meinte, dass sie zwar voll überzeugt sei vom Gesamtprojekt. Allerdings werde ihr wegen der Kostenentwicklung angst und bange. Sie warf deswegen die Frage auf, ob es nicht Möglichkeiten gebe, vorsichtiger mit dem Geld umzugehen.

OB Haas versicherte ihr, dass man die Entwicklung immer sehr genau beobachte. Stadtbaumeister Jürgen Thum fügte hinzu, dass man sogar schon Ausschreibungen aus wirtschaftlichen Gründen aufgehoben habe, wenn die Angebote zu hoch gewesen sind.

Das Projekt liegt weiter im Zeitrahmen

Eine positive Nachricht hatte Thum aber auch parat: Das Projekt liege weiter im Zeitrahmen. Die Erweiterung der Grundschule werde zu Beginn des neuen Schuljahres im Herbst abgeschlossen sein. Die zwei neuen Turnhallen mit dem brückenartig darauf stehenden Betreuungstrakt folgen ein Jahr später. Im Sommer 2020 wird dann mit der Sanierung und Erweiterung der Mittelschule begonnen.

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