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Das Saxofonensemble unter der Leitung von Toni Rosenauer (l.) begeistert mit „Mercy, Mercy, Mercy“ Am Tenorsaxofon mit dabei: Ludwig Hartmann (hinten r.).

Germering

Sie swingen und rocken die Bosco-Kirche

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Die Weihnachtskonzerte des Carl-Spitzweg-Gymnasiums (CSG) sorgen Jahr für Jahr an zwei Abenden in der restlos überfüllten Pfarrkirche von Don Bosco für musikalische Höhepunkte im kulturellen Leben der Stadt.

Germering –  Für einen, der seit rund 30 Jahren maßgeblich daran beteiligt ist, waren es die beiden letzten Auftritte als Organisator, Dirigent, Musiker und Sänger in der Pfarrkirche: Musiklehrer Ludwig Hartmann verabschiedet sich zum Schuljahresende in den beruflichen Ruhestand. Hartmann, der vor allem auch die Big Band der Schule auf ein enormes Niveau gehoben hat, wird schwer zu ersetzen sein.

Der Abend wurde fulminant vom Saxofon-Ensemble (Leitung: Toni Rosenauer) mit dem Jazz-Klassiker „Mercy, Mercy, Mercy“ von Joe Zawinul eingeleitet. Das über die Jahre auf mittlerweile 24 Bläser angewachsene Ensemble – Hartmann ist hier mit seinem Tenorsax mit dabei -– glänzte wie gewohnt mit einem wunderbar vollem Sound, rythmischer Genauigkeit und jazz-genau passender Phrasierung. Hervorheben muss man hier einen der Schüler: Altsaxofonist Levent Geiger legte ein Solo hin, wie man es auf Schulmusik-Ebene selten hört. Der junge Mann weiß, wie Jazz geht und bringt dies erstaunlich gut rüber. Hut ab.

Die Messlatte für die kommenden Darbietungen war damit recht hoch gelegt. Ein Problem war dies aber nicht. Das hohe Niveau wurde bis zum Schluss gehalten. Der Unterstufenchor „Die Chorillaz“ (Leitung Peter Bachmaier) sorgte unter anderem mit einer fetzigen Rufus/Chaka Khan-Nummer für fast schon kirchen-unwürdige Begeisterungsstürme.

Die musische Klasse 6a (Markus Bulitta) sorgte dann mit einem Christmas Lullaby für erste selige Weihnachtsgefühle, die dann vom Juniororchester noch getoppt wurden. Unter der Leitung von Georg Koeppen brillierten die Schüler mit drei Arrangements von „Es ist ein Ros’ entsprungen“: Zunächst orchestral, dann a capella gesungen und schließlich noch mit Orchester und Solo-Stimmen –dass passgenau zum letzten Ton die Kirchenglocken einsetzten, war wohl nicht geplant.

Ein weiteres Weihnachts-Kleinod präsentierten dann Ludwig Hartmann und die Klasse 8a mit dem englischen Adventslied „We three kings“. Die Schulband holte die Besucher mit zwei Rocknummern wieder in die Moderne zurück, ehe es wieder eine Sprung in die Vergangenheit gab: Das Oboentrio (Leitung: Hartmann) mit Scott Gugisch, Leonie Kuffer und Sophie Ohlen spielte gekonnt Barockmusik von Telemann und Lully.

Ein zweiter Auftritt des Saxonfon-Ensembles mit „Les Champs-Elysées“ und das Perkussions-Ensemble mit einem hörens- und sehenswerten Auftritt – die Trommler wirbelten akrobatisch mit ihren Stöcken, ohne sie zu verlieren – leiteten zum Endspurt mit den großen Klangkörpern über. Das Kammerorchester glänzte dabei zunächst mit zwei weihnachtlichen Nummern von John Rutter. Beim Angels’ Carol sorgte dabei vor allem die junge Harfenistin Bettine Kuffer für Aufsehen.

Das große Schulorchester (Markus Bulitta) wagte sich mit dem Blumenwalzer aus Tschaikowskis Nussknackersuite und dem Finale der 4. Symphonie von Robert Schumann auf ganz hohes Terrain. Das Staunen darüber, dass das mit einem Schüler-Orchester so gut gemeistert werden kann, war ringsum zu spüren.

Den Schlussakkord setzte wie jedes Jahr Ludwig Hartmann mit seiner Big Band. Gospel und Swing (Go tell it on the Mountain und Halleluya, love him), bläser-fetziger Funk (Fantasy von Earth, Wind and Fire) und Latin-Roc (Oye como va) begeisterten die Besucher. Das gemeinsam von allen gesungene Schlusslied „In Dulci Jubilo“, an der Bosco-Orgel die stellvertretende Schulleiterin Sylvia Vitz, sorgte für die passende Abkühlung und Rückkehr in die Adventszeit.

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