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Franka Kiesewetter geht für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Afrika.

Das aktuelle Interview

Sie will den Menschen in Ghana helfen

Bis zum vergangenen Juni hat sie noch die Schulbank gedrückt, jetzt zieht es Franka Kiesewetter in die große weite Welt.

Germering - Im Januar startet die Germeringer Abiturientin ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Ghana. Im Interview erklärt die 18-Jährige, warum es sie nach Afrika zieht, welche Aufgaben sie dort erwarten und wie sie sich auf ihr bisher größtes Abenteuer vorbereitet.

Frau Kiesewetter, warum zieht es Sie nach Ghana?

Afrika fand ich schon immer interessant. Und Ghana gilt als das „Afrika für Einsteiger“. Die Menschen dort sollen sehr freundlich, offen und hilfsbereit sein. Ghana wurde schon früh in die Unabhängigkeit entlassen und hat schon lange eine Demokratie. Außerdem habe ich von vielen Menschen gehört, die schon einmal dort waren, dass es ein wunderschönes Land sein soll.

Wie laufen die Vorbereitungen für ihren Afrika-Aufenthalt?

Diese Woche habe ich ein Vorbereitungsseminar und noch einmal fünf Tage im Januar. Dort erfahre ich Details über die Kultur, die Entwicklungsarbeit und Verhaltensregeln vor Ort. Auch ehemalige Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres schildern dabei ihre Erfahrungen. Außerdem brauche ich noch ein Visum – dafür habe ich aber bereits alles vorbereitet. Auch Impfungen, etwa gegen Gelbfieber und Hepatitis sowie andere Erkrankungen, stehen noch an. Zudem baue ich mir momentan einen Förderkreis auf, um Spenden für meinen Aufenthalt zu sammeln. Mein Ziel sind 2700 Euro. Von einigen Verwandten habe ich bereits die Zusage. Außerdem will ich noch Sachen auf dem Flohmarkt verkaufen und einen eigenen Internet-Blog starten.

Wie ist es denn um die Sicherheitslage in Ghana bestellt?

Eigentlich sehr gut. Terrorismus ist in Ghana kein Thema und auch die Kriminalität ist niedrig. Im Norden des Landes soll es zwar ein paar rivalisierende Stämme geben, aber dort bin ich ohnehin nicht. Nachts soll man allerdings aufpassen wegen möglicher Überfälle. Angst habe ich aber keine.

Was sagen eigentlich Freunde und Familie zu ihrem Abenteuer?

Alle finden es gut und sehr mutig von mir. Klar, Sorgen machen sie sich schon. Meine Mutter war nach ihrer Schule aber selbst im Ausland und unterstützt meine Pläne daher. Als sie gehört hat, dass es nach Ghana geht, hat sie zwar schon erst einmal geschluckt. Mittlerweile konnte ich ihre Bedenken aber ganz gut zerstreuen.

Auf was freuen Sie sich am meisten?

Ich freue mich vor allem auf meine Gastfamilie und das Zusammenleben. Auch meiner Arbeit blicke ich voller Vorfreude entgegen – ich werde mit Kindern in einem Bildungs- und Betreuungszentrum arbeiten. Und natürlich ist das Wetter besser als hier. Man hat mir gesagt, es wird nie kälter als 20 Grad – auch nachts nicht.

Das Gespräch führte Tobias Gehre.

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