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Die Stadt hat einen neuen Beirat. Er soll sich um die Teilhabe von Älteren und von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben kümmern. 

Germering

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Der neue Teilhabebeirat hat seine Arbeit aufgenommen und einen Vorsitzenden gewählt. Ziele und Vorgehen müssen aber noch feinjustiert werden.

Germering – Das neue Gremium ist ein Zusammenschluss aus dem bisherigen Behinderten- und Seniorenbeirat. Angeführt wird der Beirat von Michael Lerch, der sich in der Wahl zum Vorsitzenden gegenüber zwei Mitbewerbern durchsetzte. Der 62-Jährige, selbst schwerbehindert, bringt Erfahrungen aus beiden Bereichen mit. „Wir wollen als Team arbeiten“, kündigte Lerch an. Dabei soll großer Wert darauf gelegt werden, dass sich sowohl Behinderte wie Senioren angesprochen fühlen.

Dies war auch der Grundgedanke, beide Beiräte zusammenzuführen. Zu 90 Prozent würden sich Themen und Betroffenheit überschneiden, merkte Sozialreferent Herbert Sedlmeier (CSU) bei der konstituierenden Sitzung in der Germeringer Insel an. Auch der Personenkreis, den der Teilhabebeirat vertreten wird, ist erheblich. Laut Sedlmeier leben in der Stadt 2800 Menschen mit Behinderung, rund ein Viertel der Einwohner ist 70 Jahre oder älter. „Dennoch sollte sich der Beirat nicht zu sehr unter Druck setzen lassen“, riet der Sozialreferent. Manche Anliegen würden auch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

Wohnen, Arbeiten und Mobilität

Auf die Fahnen geschrieben hat sich der neue Beirat unter anderem die Themenbereiche Wohnen, Arbeiten und Mobilität. Neben Barrierefreiheit und Finanzierbarkeit etwa von Wohnungen, gehören dazu auch ganz banale Kleinigkeiten: das Kopfsteinpflaster auf einem Platz oder der Zugang zu Arztpraxen. „Sie werden zu Bauvorhaben gehört“, erklärte OB Andreas Haas den Beiräten. Sie dürfen auch Anträge aus ihrem Themenbereich an den Stadtrat stellen. „Das können sonst nur Fraktionen“, so Haas. Der Teilhabebeirat sei ein Fachgremium, das auch von der Stadt als solches wahrgenommen werde.

Ein stellvertretender Vorsitzender und ein Schriftführer wurden in der Konstituierenden Sitzung noch nicht gewählt. Man müsse sich noch besser kennenlernen, hieß es in der Versammlung. Das soll nun bei der ersten ordentlich Sitzung nachgeholt werden, die im Januar stattfinden wird. Dort sollen außerdem die Themenbereiche und die dafür zuständigen Beisitzer festgelegt beziehungsweise gewählt werden.

Auf Vorschlag von Christine Zwilling, die zuletzt den Behindertenbeirat vertrat, soll auch über Veranstaltungen sowie Freizeit- und Reisemöglichkeiten gesprochen werden: „Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist wichtig“, begründete Zwilling ihr Anliegen.

Der Teilhabebeirat wird etwa sechsmal im Jahr tagen. Er hat zudem das Recht, beratende Mitglieder aufzunehmen, die jedoch kein Stimmrecht besitzen. Das Gremium, das aus 15 Mitgliedern besteht, wird vier Jahre lang amtieren.

Der Teilhabebeirat

besteht aus: Gabriele Bayer, Monique Braun, Anna Brauner, Bernd Dittrich, Ted Hanel, Heike Hunneshagen, Michael Lerch, Erika Mailand-Eick, Ortrun Obermeier, Julia Scharf, Georg Schneck, Monika Simon, Peter Spendler, Dorothea-Theresia Wohlgemuth und Christine Zwilling.

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