Neu im Stadtrat: Barbara Mokler (Grüne).

Kommunalwahl in Germering

Sie wurde von den Wählern weit nach vorne gehäufelt

  • vonHans Kürzl
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Im Sommer des vergangenen Jahres hatte Barbara Mokler schon viel im Kopf, die Klimakrise und die Sorge um die Umwelt trieb sie um. Eine Kandidatur für den Stadtrat kam ihr damals aber noch nicht in den Sinn.

Germering –  Das änderte sich, als sie im September auf der großen Klimaschutz-Demo vor der Stadthalle am Stand der Grünen angesprochen und danach gefragt wurde. „Dann war es eine spontane Entscheidung“, erinnerte sie sich.

Mitglied in der Partei ist die 1975 in Straubing geborene Mokler zwar nicht. „Aber mit den Grünen habe ich immer schon sympathisiert“, erklärt die neue Stadträtin, die beruflich als Hebamme unterwegs ist. Nach der Kandidatur, wo sie auf Platz 17 gesetzt wurde, folgte die nächste unerwartete Wendung am Wahlabend. „Dass ich als Neuling in der Politik tatsächlich gewählt worden bin, hat mich sehr überrascht“, freut sich Mokler, die von den Wählern um mehrere Plätze nach vorne gehäufelt wurde.

Dieses Vertrauen will sie nun gewissermaßen dadurch zurückzahlen, indem sie sich für mehr grüne Flächen einsetzen will und für sicherere Radwege „vor allem für die Kinder“. Auch Unverpackt-Läden sollen vermehrt ins Bild der Stadt rücken. „Als Stadträtin sehe ich eine gute Chance, mehr für eine lebenswerte Zukunft für alle bewirken zu können.“

Barbara Mokler lebt den Umweltgedanken zu Hause vor. Mit ihrer Familie versuche sie bereits seit langem, ökologisch zu denken und ressourcenschonend zu handeln, erzählt sie. „Aber der Einzelne steht da oft allein da und man hat das Gefühl, dass man wenig bewirkt.“ Dies sei ein weiterer Grund für die Kandidatur gewesen.

Nur auf Umweltthemen will sich Mokler, die seit fast zehn Jahren hier lebt und sich wohlfühlt, nicht beschränken. So soll die Kultur in ihrer Vielfalt und Bewährtes weiter erhalten werden: „Germering ist ein wunderbarer Ort zum Leben, auch für Familien. Es ist alles da, was man braucht.“

So kann sie ihre Hobbys ebenfalls genießen. Mokler liest viel, fährt Rad und bewegt sich überhaupt gerne in der Natur. Abseits des Stadtrats kann man es durchaus erleben, dass sie ihre Stimme in einem Gospelchor erhebt. „Ich verstehe, dass es wegen Corona derzeit nicht geht. Aber ich vermisse die Gruppe und das Singen sehr.“ 

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