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So könnte es aussehen: das neue Seniorenheim an der Parkstraße. 

Germering

Das sind die Pläne fürs neue Don-Bosco-Heim

  • vonHans Kürzl
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Es hat eine Zeit gebraucht: Vor sieben Jahren gab es die ersten Entscheidungen, es folgten etliche Diskussionen, nun wurden die fertigen Pläne für den Neubau des Seniorenheims Don Bosco in Germering vorgestellt. Und es gibt sogar schoneinen Einzugstermin.

Germering – Bis Anfang 2023 soll der Neubau des Seniorenheimes Don Bosco an der Parkstraße fertig gestellt werden. Bis Februar oder März 2023 sollen die ersten Bewohner einziehen. Die Caritas als Betreiber stellte die Planungen nun dem Sozial- und Jugendausschuss vor.

Anzahl der Plätze

Angeboten werden sollen 64 vollstationäre Pflegeplätze, 67 Plätze für Betreutes Wohnen und 25 für die Tagespflege. In begrenztem Rahmen wird es zudem Kurzzeitpflegeplätze geben.

Anbindung an Park

Laut Philipp Lang, Caritas-Bereichsleiter Bau und IT im Bereich Altenheime, wird auf ein offenes System und eine Anbindung an den Erika-Park viel Wert gelegt. „Da besteht eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt“, sagte Lang in der Ausschusssitzung.

Bedenken von Ausschussmitgliedern, künftige Bewohner könnten sich verirren, zerstreute Vorstandsmitglied Peter Hess. Die Bewohner seien durch ein Armband per Transpondersystem mit der Station verbunden. „Nach unseren Erfahrungen funktioniert das problemlos“, ergänzte Lang.

Kontakt fördern

Die vollstationären Plätze werden nach Darstellung von Florian Steutzger, zuständig für die technische Planung, im ersten und zweiten Obergeschoss angeordnet. Dabei werden vier Gruppen zu je 16 Bewohnern zusammengefasst. Das soll unter anderem der Kontaktarmut entgegenwirken. Dagegen soll der Bereich des Betreuten Wohnens, wo es Wohnungen in unterschiedlicher Größe geben soll, im Erdgeschoss angelegt werden.

Klare Wegführung

Mit in die Planungen einbezogen wird, dass man von Seiten der Caritas einen Anteil von rund 70 Prozent Demenzkranken erwartet. Daher werde es im Neubau des Seniorenheims Don Bosco eine klare und eindeutige Wegführung geben. Hess versicherte auf Nachfrage von Sonja Thiele (CSU), dass beinahe jeder der an Demenz Erkrankten bis zum Lebensende bleiben könne. „Ausnahmen gibt es nur in ganz speziellen Fällen, wo wir vom medizinischen Standpunkt an unsere Grenzen stoßen.“

Das Personal

Das Personal, das tariflich bezahlt werde und eine München-Zulage erhalte, werde ständig geschult und fortgebildet. Der Betreuungsschlüssel richte sich nach dem aktuellen Grad der Behinderung der Bewohner.

Die Reaktionen

Sozialreferent Herbert Sedlmeier (CSU) zeigte sich weitgehend zufrieden: „Wir brauchen solche Einrichtungen dringend.“ Vor allem das offene Konzept begrüße er. Nun hätten alle Diskussionen ein vernünftiges Ende gefunden. „Es gab Zeiten, da dachten wir, es wird nie einen Abschluss geben.“

Sedlmeier spielte darauf an, dass erste Planungen und Entscheidungen bereits 2013 stattgefunden haben. Die erfuhren aber einen Aufschub, da das alte Seniorenheim als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde, was unter anderem Diskussionen zwischen dem Landkreis und der Caritas zur Folge hatte. Von 2017 bis 2018 erfolgte schließlich doch der Abriss.

Vorgeschichte

Der Bau stammte ursprünglich aus dem Jahr 1971. Er konnte gesetzliche Vorgaben für Altenheime nicht mehr erfüllen und wies erhebliche Brandschutzmängel auf. Die Brandschutzverordnung ist in Alten- und Pflegeheimen aufgrund der möglichen Immobilität der Bewohner besonders streng.

Der neuere Teil stammte aus dem Jahr 1984 und hätte ebenfalls saniert werden müssen. Die Caritas gab jedoch an, dass die Kosten unverhältnismäßig hoch ausfallen würden. Deshalb fiel die Entscheidung auf den Neubau.

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