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Die Stadträte  warten vor dem Rathaus auf das Eintreffen der Feuerwehr.

Germering 

Feueralarm im Rathaus  – Ursache war angebranntes Essen

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Germering  - Es war eine denkwürdige erste Sitzung des Werkausschusses des neu gewählten Stadtrats. Nach noch nicht einmal 15 Minuten, OB Andreas Haas hatte gerade den zweiten Tagesordnungspunkt aufgerufen, wo es um die Qualität des Trinkwassers, als plötzlich der Feueralarm alle aufschreckte. 

OB Andreas Haas bat alle Anwesenden auf, in aller Ruhe den im 6. Stock liegenden Sitzungssaal zu verlassen und sich vor das Rathaus zu begebe. Den Aufzug dürfe man nicht benutzen. Er selbst werde bei dem im Rollstuhl sitzenden Herbert Sedlmeier (CSU) bleiben und weitere Informationen abwarten.

Vor dem Rathaussammelten sich dann Stadträte, Mitarbeiter der Verwaltung, Besucher und Pressevertreter sowie die Mieter der Wohnungen im Rathaus und suchten vergebens nach irgendwelchen Anzeichen eines Feuers. Die ersten Rettungskräfte der nahe gelegenen Feuerwehr waren nach drei Minuten vor Ort, ein BR-Rettungswagen folgte. Die Retter bereiteten sich auf einen möglichen Einsatz vor, schleppten notwendiges Gerät auch zur möglichen Belüftung des Treppenhauses im Wohntrakt an –und konnten nach gut zehn Minuten Entwarnung geben. In einer der Wohnungen war Essen angebrannt. der entstandene Rauch hatte den Alarm ausgelöst. Eine kurze Belüftung reichte aus, dann konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

Die Stadträtemachten sich wieder auf den Weg in den Sitzungssaal – zu Fuß. Wegen der Kontaktbeschränkungen der Corona-Krise hätte immer nur einer im Aufzug nach oben fahren können. Von OB Haas wurden sie mit den Worten empfangen, dass es so etwas noch nicht gegeben habe. Er versicherte gut gelaunt, dass es sich um kein Einstandsgeschenk des neuen Feuerwehrreferenten Rudolf Widmann (CSU) gehandelt habe – er war einer der betroffenen Stadträte.

Die Sitzungwar noch in anderer Hinsicht bemerkenswert. Es handelte sich um ein Comeback, dass man selten erlebt. Sepp Dürr, langjähriger Landtagsabgeordneter der Grünen, hatte den Stadtrat vor 18 Jahren verlassen. Zwölf Jahre lang hat Dürr im Stadtrat auch als Werkreferent die Geschicke der Stadt mitgestaltet. Der Biobauer war maßgeblich an der Erarbeitung der Freiwilligen Vereinbarungen zur grundwasserschonenden Bewirtschaftung mit den Landwirten im Wasserschutzgebiet beteiligt – mit dem aktuellen Bericht über die Wasserqualität in der Sitzung hat sich also auch ein Kreis geschlossen.

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