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Das erste Konzert der Cordobar in Zeiten von Corona fand im Garten des Jugendzentrums statt. Zu den Corona-Vorgaben gehörte unter anderem, dass der Sänger von Anemone hinter einer Plexiglasscheibe singen musste.

Sänger hinterm Plexiglas

So lief das erste Konzert nach Corona in der Cordobar

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Es war das erste Konzert nach vier Monaten Corona-Pause in der Cordobar. Und prompt wurde es vom Virus ein Stück weit ausgebremst.

Germering – Statt einer sollten eigentlich zwei Bands ein Open-Air-Konzert geben. Wegen eines Coronafalls im engen Umfeld musste eine der Bands jedoch absagen.

Maximal 30 Zuschauer durften das Konzert im Garten des Jugendzentrums am Bahnhof besuchen. Nur so konnten die erforderlichen Mindestabstände eingehalten werden. Weil letztlich nur die hauseigene Band Anemone spielte, wurde das Maximum nicht ganz erreicht. Cordobar-Leiter Erwin Zißelsberger war deswegen aber gar nicht böse: „Wir können eh nicht gleich voll durchstarten“, sagte er. „Da ist es uns sogar lieber, wenn es ein paar weniger sind.“

Das letzte Konzert war noch im März

Das bislang letzte Konzert hatte es in der Cordobar Anfang März gegeben. Dann kam Corona und die Jugendbegegnungsstätte am Unterpfaffenhofener Bahnhof musste schließen. Vom 13. März bis 15. Juni ging gar nichts mehr. Dann starteten Zißelsberger und sein Team langsam wieder durch – erst mit einer Lesung, nun mit dem ersten Konzert.

Im Garten der Cordobar ging es dabei sehr gesittet zu. Die eine oder andere kurze Ermahnung durch Zißelsberger, dass die Besucher auf die Abstände achten sollen, reicht. Gleichwohl müsse er seit der Wiedereröffnung viel mit den jungen Besuchern reden, sagt Zißelsberger.

Beim Konzert gibt es außerdem zusätzliche Schutzvorkehrungen. Zwischen dem Mikrofon des Sängers und dem Publikum steht eine Plexiglasscheibe. „Eigentlich hätten wir zwischen den Konzerten auch die Mikrofone desinfizieren müssen“, sagt Zißelsberger. Weil aber nur eine Band spielte, war das nicht notwendig.

Band ist froh, wieder auf der Bühne zu stehen

Bei Anemone war die Freude natürlich groß, dass sie endlich wieder auf einer Bühne stehen und Musik machen durften. „Während Corona haben wir überhaupt nicht geprobt“, sagt Sänger und Gitarrist Xaver. Überhaupt liege ein wirres Jahr hinter der Band, nicht nur wegen Corona. Mit Vince haben Anemone, die in der Cordobar auch ihren Proberaum haben, einen neuen Schlagzeuger bekommen. Bassist Johannes war eine Zeit in Neuseeland.

Seitdem die Jugendbegegnungsstätte wieder geöffnet hat, ist die Band wieder am Proben – was durchaus nötig war, wie Johannes erzählt: „Nach so langer Zeit muss man auch die eigenen Songs eigentlich erneut lernen.“ Trotzdem war die Erleichterung groß. „Das Musikmachen fehlt einem schon“, sagt Xaver.

Bei der Konzertpremiere nach der Corona-Pause spielten Anemone dazu auch nicht wie gewohnt mit ihren E-Instrumenten, sondern hatten ein Akustik-Set vorbereitet. Dadurch klangen sie auch ein wenig mehr nach der Stilrichtung, mit der sie meist angekündigt werden: Indie-Rock.

Anemone sorgt für gute Laune

Eigentlich wissen die vier Musiker – Marius ist der zweite Gitarrist – auch gar nicht, wo die Einordnung herkommt. „Ich würde uns eher beim Alternative Rock einordnen“, sagt Xaver. Im Cordobar-Garten war diese Diskussion aber müßig. Denn egal wie man Anemones Musik nun bezeichnen will: Die Band sorgte einfach für gute Laune. Ein nicht geplanter Wechsel von Xaver ans Schlagzeug sorgte ebenso für Erheiterung, wie ein kleiner Texthänger, den die Band aber sympathisch überspielte. Und am Ende machte sich das Quartett auch noch den The Who-Klassiker „Behind Blue Eyes“ zueigen und bescherte der Cordobar so einen gelungenen Konzert-Einstand nach der Corona-Pause.

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