Schulleiterin Rita Bovenz verabschiedete die Abiturienten mit einem Vergleich an Bergsteiger.
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Schulleiterin Rita Bovenz verabschiedete die Abiturienten mit einem Vergleich an Bergsteiger.

Germering

Spitzweg-Bergsteiger erklimmen den Abitur-Gipfel

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Das Carl-Spitzweg-Gymnasium (CSG) hat seine Abiturienten parallel in zwei Sälen und mehreren Schichten verabschiedet. So war immer gewährleistet, dass Schüler und Eltern nicht zu dicht aufeinandersaßen. Mund-Nasen-Schutz war bei ebenso Pflicht wie ein negativer Corona-Test, den man am Eingang vorzeigen musste.

Germering - Mit einer Rhapsodie von Johannes Brahms eröffnete die Elftklässlerin Anita Becker am Flügel die Feiern in der Schulaula. Hier begrüßte Direktorin Rita Bovenz Schüler und Gäste. Ein Grußwort von OB Andreas Haas wurde wie am Max-Born-Gymnasium per Video eingespielt.

Schulleiterin Bovenz verglich die Schulkarriere der CSG-Abiturienten mit einer Bergtour. Diese habe vor acht oder mehr Jahren in der Unterstufe mit dem Wandern im Flachland und in leichtem Hügelland begonnen. In der Mittel- und Oberstufe seien daraus deutlich anspruchsvollere Bergwanderungen geworden. Und am Ende sei der Aufstieg zum Gipfel des Mount Abitur 2021 das Ziel gewesen.

Auf dem Weg dahin seien vor allem die hilfsbereiten Bergkameraden sehr beliebt gewesen. Das seien oft scheinbar unauffällige, aber effiziente Bergpartner gewesen, die als Organisatoren, Seelentröster oder stille Motivatoren aufgetreten seien. Wichtig sei dabei die Übernahme von gruppendienlichen sozialen Funktionen gewesen. Diese hätten wesentlich zum Zusammenwachsen der Gemeinschaft bis hin zum Abitur und hoffentlich darüber hinaus beigetragen.

Die Schüler und Eltern hatten in der Aula jeweils eine Stuhlreihe für sich.

Das Abitur selbst haben am CSG 133 Schüler bestanden. Der Durchschnitt ist laut Rita Bovenz mit 2,13 etwas besser als der des Landes gewesen. 49 Abiturienten hätten eine Eins vor dem Komma gehabt, vier Mal sei die Traumnote 1,0 der Ergebnis der Anstrengungen gewesen.

In ihrer Abi-Rede warfen Schüler in einem Dialog die Frage auf, ob man am Gymnasium wirklich etwas wesentliches oder nur „Theoriekram“ gelernt habe. Sie einigten sich letztlich darauf, dass sie sich am Gymnasium eine Basis erarbeitet hätten, auf der man vieles schnell aufbauen könne. Möglich sei dies nur gewesen, weil sie am CSG dank der Schulleitung und den Lehrkräften eine tolle Zeit genossen hätten.

Vor allem für Oberstufenbetreuer Otto Niedermeyer hatten sie ein extra Lob parat. Von ihm verabschiedeten sie sich mit einer Schultüte. Grund: Niedermeyer habe ihnen einmal erzählt, dass er zu seiner Einschulung keine Schultüte erhalten habe. Dieses Trauma habe man beenden wollen.  

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