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Der Orlandosaal war beim Wirtschaftsempfang besser besucht als in den Vorjahren. 

Germering

Stadt ist ein gutes Pflaster für die Wirtschaft

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Mit einem Loblied auf den Standort Germering hat OB Andreas Haas den zwölften Wirtschaftsempfang der Stadt eröffnet. Er listete zahlreiche erfolgreiche Aktionen von Stadt, Wirtschaftsverband und Stadtmarketing auf und wies zudem darauf hin, dass seit 2008 rund 1700 neue Arbeitsplätze entstanden sind.

Germering – Mit dem vor zwölf Jahren eingeführten Wirtschaftsempfang im Orlandosaal der Stadthalle will sich die Stadt bei allen Gewerbetreibenden dafür bedanken, was sie für den Wirtschaftsstandort getan haben. Dass dies bei den Geladenen gut ankommt, hat Jürgen Andre – er führt seit kurzem mit Katrin Schmidt den Wirtschaftsverband – deutlich gemacht. Der Empfang biete nicht nur eine gute Möglichkeit Kontakte zu knüpfen. Er sei auch ein Zeichen der Wertschätzung der Stadt den Gewerbetreibenden gegenüber. Die gute Zusammenarbeit von Wirtschaftsverband und Stadt habe auch schon gute Ergebnisse erzielt.

Darauf kam auch OB Andreas Haas in seiner Begrüßungsrede immer wieder zu sprechen. Der Standort Germering brauche sich dank der gemeinsamen Leistungen von Wirtschaft, Stadtrat und Verwaltung schon lange nicht mehr zu verstecken. Haas erinnerte unter anderem an die vor einem Jahr vorgestellte Markenkampagne, die erfolgreich gestartet wurde und jetzt in eine neue Phase geht.

Ein spezieller Dank des Oberbürgermeisters ging an Jürgen Biffar, der im vergangen Jahr nach zwölf Jahren den Vorsitz im Wirtschaftsverband abgegeben hatte. Biffar habe den Wirtschaftsstandort nachhaltig gefördert. Gemeinsam mit dem Verband sei es ihm gelungen, die Ertragskraft der Germeringer Unternehmen zu stärken und sie enger zu vernetzen.

Bau des Briefzentrums

Der Rathauschef sprach auch kurz den geplanten Bau des Briefverteilzentrums der Post an. Der Stadt sei dabei vor allem die Schaffung und Sicherung qualifizierter Arbeits- und Ausbildungsplätze wichtig. Seit 2008 seien über 1700 neue Arbeitsplätze entstanden. Er und die Stadträte seien stolz auf die Unternehmer, die das möglich machen: „Wir wollen Ihnen auch künftig möglichst optimale Bedingungen bieten.“

Dass trotz aller Bemühungen seitens der Stadt aus Sicht der Wirtschaft nicht alles golden ist, machten anschließend Jürgen Andre und Katrin Schmidt deutlich – allerdings sprachen sie Probleme an, für die die Stadt eher wenig kann. Andre kritisierte die geschwundene Wertschätzung der Gesellschaft gegenüber dem Handwerk. Die Betriebe hätten ein Riesenproblem bei der Nachwuchssuche. Jürgen Andre, Geschäftsführer eines Elektrobetriebs, meinte: „Es ist inakzeptabel, wenn es als sozialer Abstieg gilt, wenn der Sohn eins Zahnarztes Handwerker werden will.“ Buchhändlerin Kartin Schmidt beschrieb Ähnliches für ihren Berufszweig: „ Der Mitarbeitermangel beschäftigt auch uns.“ Sie könne nicht verstehen, warum eine Ausbildung weniger wert sein solle, als ein Studium: „Wir haben doch einen guten Job.“

Bei einer anschließenden Ehrung wurden Unternehmen geehrt, die der Stadt seit langem treu sind. Diese Betriebe haben ein Standortjubiläum gefeiert: Metzgerei Rainer, Malerbetrieb Schröder (beide 70 Jahre), Friseur Kirmaier und Funk, Getränke Reuter (beide 65 Jahre), Bausewein Metalldecken, GeBe Elektronik und Feinwerktechnik, Ernst Zacher Raumausstattung (alle 55 Jahre) und Änderungsatelier Pikoulakis (50 Jahre).

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