Dirigent Marko Sevarlic und acht Musiker des Akkordeonorchesters beendeten die Bühnenhofkonzerte der Stadthalle.
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Dirigent Marko Sevarlic und acht Musiker des Akkordeonorchesters beendeten die Bühnenhofkonzerte der Stadthalle.

Veranstalter zufrieden

Abschluss der Konzertreihe: Swing und Flamenco im Bühnenhof

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Das Akkordeonorchester Unterpfaffenhofen hat die Bühnenhofkonzerte der Stadthalle würdig zu Ende gebracht. Dirigent Marko Sevarlic entführte die Besucher mit seinen acht Musikern in die hohe Kunst der Akkordeonmusik.

Germering – Der aus Serbien stammende 32-jährige Sevarlic brennt für die Musik und vor allem für sein Instrument. Das war beim letzten der vier Bühnenhofkonzerte an verschiedenen Dingen festzumachen. Es ging los mit der Tatsache, dass Sevarlic am Tag vor dem Konzert geheiratet hatte und dann dennoch auf der Bühne stand. Den zweiten Hinweis gab der Dirigent selbst, als er sagte: „Ich glaube, Akkordeon ist das Instrument des 21. Jahrhunderts.“

Der entscheidende Punkt war aber die Art und Weise, wie Sevarlic seine Musiker durch die nicht gerade einfachen Stücke führte, die er für das auf eine Stunde begrenzte Konzert ausgewählt hatte. Das ging los mit „Rendezvous mit Gershwin“ von Bui Renato, der damit einen wunderbaren Streifzug durch die bekanntesten Werke des US-amerikanischen Komponisten geschrieben hat. Das wegen der Corona-Abstandsvorgaben arg minimierte Orchester überzeugte dabei nicht nur durch einen wunderbar vollen Klang, es swingte auch.

Swing, Jazz und spanische Musik

Dass Jazz dem musikalischen Leiter am Herzen liegt, spürte man auch bei „Take the A-Train“ von Duke Ellington. Auch hier war wieder gut zu hören, wie gut er dem Orchester den Swing-Groove vermittelt hat. Neben Swing und Jazz setzte Sevarlic noch auf spanische Musik. „Die Hochzeit des Louis Alonso“ von Geronimo Gimenez entführte das Publikum in die Welt des Flamenco – das dies auch ohne Gitarren und Castagnetten eindrucksvoll gelingt, ist durchaus ein Zeichen für die Qualität der Instrumentalisten und des Dirigenten.

Eine eher getragene Ballade des argentinischen Tango- und Bandoneon-Giganten Astor Piazolla war dann ebenso zu hören wie zwei Sätze eines baskischen Tripticons und der durchaus jazzige Walzer No. 2 aus der Suite für Variete-Orchester von Schostakowitsch. Mit der spanischen Fantasie und einem Ausblick auf das Jahreskonzert im November beendete Sevarlic das Programm.

Spanische Musik mit großem Orchester

Wenn alles klappt, wird es am 15. November in der Stadthalle „Spanische Akzente“ zu hören geben. Und zwar mit dem großen Orchester. Nach einer Zugabe war der Abend beendet. Zufrieden sein konnten nicht nur die Musiker, Dirigent Marko Sevarlic und die Besucher. Auch Stadthallenleiterin Medea Schmitt war die Erleichterung anzusehen, wie reibungslos und musikalisch hochwertig die vier Bühnenhofkonzerte über die Bühne gegangen sind. Eine Fortsetzung wäre begrüßenswert.

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