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Der Trampelpfad zum Bahnsteig wird bald Geschichte sein. Die Stadt baut an dieser Stelle auf eigene Kosten eine Treppe. 

Germering

Treppe statt Trampelpfad zum Bahnsteig

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Der Trampelpfad zum nördlichen Bahnsteig am Bahnhof Harthaus wird bald Geschichte sein. Die Stadt errichtet hier auf eigene Kosten eine Treppe. Auch die Situation für Busnutzer und Fahrradfahrer wird optimiert.

Germering – Der barrierefreie Ausbau des S-Bahnhofs Harthaus vor rund sechs Jahren ist nicht von allen Nutzern begrüßt und von vielen auch nicht angenommen worden. Grund: Der Zugang von der Bushaltestelle am nördlichen P&R-Platz zu Bahnsteig macht einen Umweg von 15 bis 20 Meter über Rollstuhlgerechte Rampen notwendig. Die Folge war, dass schon wenige Wochen nach der Fertigstellung des Umbaus ein Trampelpfad entstanden war, der einen schnellen und direkten Zugang zu Zug ermöglichte.

Die langjährige Grünen-Stadträte Ingeborg und Gunther Keil machten schon vor Jahren auf diesen unschönen Fleck aufmerksam, der bei schlechten Witterungsbedingungen auch noch gefährlich ist, weil es dort sehr rutschig wird.

Die Stadt Germering trägt die Kosten

Jetzt können sie und alle anderen Harthauser Bahnfahrer sich freuen: Dort, wo sich der Trampelpfad befindet, wird die Stadt auf eigene Kosten eine Treppe bauen. Das wurde jetzt im Stadtrat bekannt gegeben. Der Grund befindet sich zwar in Besitz der Deutschen Bahn. Laut OB Andreas Haas hat diese aber dem Treppenbau vertraglich zugestimmt, ohne dass die Stadt das Gelände kaufen muss.

Neben diesem verbesserten Zugang zum Bahnsteig wird von der Stadt auch die Bushaltestelle selbst umgebaut und optimiert. Sie wird verlängert, damit sie gleichzeitig von zwei Bussen angefahren werden kann. Der Anfahrtsbereich selbst wird so gestaltet, dass die Busse anders als jetzt parallel und ohne Abstand an die Bordsteinkante fahren können. Von der Haltestelle aus wird ein neuer Weg mit zwei Treppen zur nahen Fußgänger-Unterführung der Bahnlinie geschaffen. Auch die Beleuchtungssituation des Bereichs soll verbessert werden.

Verbesserung an den Fahrrad-Abstellanlagen

Aufgewertet werden sollen im Rahmen dieser Maßnahme auch die Fahrradabstell-Anlagen im Bahnhofsbereich. An allen drei Standorten am Harthauser Bahnhof sollen neue Stellplätze errichtet werden, die den Richtlinien des Fahrradclubs ADFC entsprechen. Der von Radlern am meisten frequentierte Bereich nordwestlich des Bahnhofs soll mit zusätzlichen Doppelstock-Stellplätzen aufgewertet werden. Die Zahl der Plätze wird so deutlich erhöht. Noch mehr Abstellplätze können hier nicht mehr geschaffen werden.

Eike Höppner (SPD) begrüßte vor allem die Treppe am Trampelpfad. Wer die Situation kenne, wisse, dass das dringend notwendig ist. Ihr zusätzlicher Wunsch nach einer besseren Beleuchtung der überdachten Radabstellhalle am südlichen P&R-Platz wird ebenfalls erfüllt, Dies sei Teil der Maßnahme, erklärte Stadtwerkechef Rolland Schmid – die Werke sind für Öffentlichen Personennahverkehr zuständig.

Werkreferent Christian Ganslmeier (CSU) war nicht weniger froh, dass die langjährigen Verhandlungen mit der Bahn über die Verbesserungen endlich zu einem guten Abschluss gekommen sind.

Insgesamt werden die Verbesserungen am Bahnhof Harthaus fast 300 000 Euro kosten. Das sei zwar viel Geld, gestand OB Haas und fügte an: „Aber das ist es uns wert.“

Auch interessant: Die S-Bahn in der Region FFB.

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