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Asphalt und parkende Autos: So präsentiert sich der Volksfestplatz momentan. 

Germering

Volksfestplatz kann umgebaut werden

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Dem Umbau des Volksfestplatzes steht nichts mehr im Wege. Umfangreiche Untersuchungen ergaben, dass keine gefährlichen Altlasten im Boden schlummern. Früher wurde dort Hausmüll deponiert.

Germering – Tausende Quadratmeter wertvollster Grund im Herzen der Stadt, die nur als Parkplatz dienen: Mit dieser Situation ist die Stadt schon lange unzufrieden. Der Platz, auf dem schon seit Jahren kein Volksfest mehr stattfindet, soll deshalb umgebaut werden. Die Asphaltwüste soll einer Grünfläche mit Spielplatz weichen – ein Areal zum Erholen und Kraft tanken.

Doch lange wusste niemand, ob dieser Plan auch in die Tat umgesetzt werden kann. Denn im Untergrund wurden Altlasten vermutet. Von 1930 bis etwa Mitte der 60er-Jahre wurde an dieser Stelle der Hausmüll der Gemeinde Germering verklappt.

Altlasten im Boden 

Immer wieder haben Experten den Untergrund untersucht. Sie rammten Sonden in den Boden oder fuhren mit Magneten darüber. Jetzt liegt im Rahmen einer Machbarkeits-Studie ein belastbares Ergebnis vor: Ja, es gibt Altlasten, wie sie typisch für eine Hausmüll-Grube zur damaligen Zeit sind. Größere – und damit problematische – Metallansammlungen wie etwa Waschmaschinen, Kühlschränke oder Autoteile könnten nach der Geomagnetik-Untersuchung aber ausgeschlossen werden.

Die Machbarkeitsstudie, die jüngst im Umwelt-Planungs- und Bauausschuss vorgestellt wurde, sieht vor, den jetzigen Volkfestplatz grob in drei Bereiche zu unterteilen: Der Bereich östlich der Marktstraße soll als Areal für den Wochenmarkt dienen. Dort könnten auch ein kleiner Wertstoffhof sowie öffentliche Toiletten entstehen. Der zentrale und größte Bereich soll in eine Grünfläche mit Spielplatz sowie Arealen zur Erholung umgewandelt werden. Ganz im Westen des Platzes, nahe des Kindergartens Kleiner Muck, könnte eine Kinderkrippe mit vier Gruppen entstehen.

Im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss wurde das Ergebnis der Untersuchung mit Freude aufgenommen. Tinka Rausch (SPD) fasste die Stimmung in einem Satz zusammen: „Das ist eine Riesen-Chance für Germering.“

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