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Dirk Wenner vom Bauhof fädelt den Zehn-Meter Baum mittels Fernbedienung in den großen Ständer neben dem Stachus-Brunnen ein

Weihnacht

Der Germeringer Christbaum ist da

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Die Weihnachtszeit kann beginnen. Am Mittwoch haben Mitarbeiter des Bauhofs den Christbaum am Kleinen Stachus aufgestellt. Die zwei weiteren großen städtischen Bäume am Rathaus und vor der Stadthalle stehen schon einige Tage länger.

Germering – Autofahrer haben sich zwar geärgert, aber ansonsten lief alles wie geplant: Pünktlich um 9.30 Uhr hat der Bauhof gestern die Einfahrt vom Kleinen Stachus zur Otto-Wagner-Straße gesperrt, auch von der Otto-Wagner-Straße war der Platz nicht mehr zu erreichen. Eine halbe Stunde später näherte sich von Süden her ein Transporter des Bauhofs mit dem Christbaum auf der Ladefläche – die kürzere Anfahrt vom Bauhof aus über die Untere Bahnhofstraße war mit dem Gefährt nicht möglich. Es war zu hoch für die Bahnunterführung.

Der Zehn-Meter-Baum musste wie die beiden anderen städtischen Bäume heuer erstmals gekauft werden. Der früher gängige Weg, dass Germeringer einen Baum spenden, der auf ihrem Grundstück steht, hat sich schon im Vorjahr als fast nicht mehr machbar erwiesen. Damals bekam man immerhin noch zwei Bäume aus Privatbesitz – einen musste der Bauhof allerdings in Fürstenfeldbruck fällen und nach Germering fahren. Sie gehörte einem in Germering lebenden Bürger. Der Stachus-Baum wurde auch im vergangenen Jahr schon gekauft.

Baumspender müssten Krankosten tragen

Die Art der Baumfindung mittels Spende ist mittlerweile fast unmöglich, erklärt Dirk Wenner von der Bauhof-Gärtnerei. Die zum Fällen angebotenen Bäume seien entweder zu groß oder das Fällen selbst sei zu aufwändig, weil die Bebauung immer dichter geworden ist. Wenn man eigens einen Autokran mieten und eine Straße sperren müsse, um an den Baum zu können, sei das Ganze nicht mehr machbar – vor allem, weil der Baumspender die Mietkosten für den Kran übernehmen müsse.

Sämtliche Bäume stammen deshalb von der Firma Fras Grummer. Das Unternehmen aus dem Sauerland hat sich auf Weihnachtsbäume für Plätze und Hallen spezialisiert und ist seit Wochen in ganz Deutschland unterwegs, um in ausgewählten Baumschulen gewachsene Fichten oder Tannen anzuliefern.

Für das Aufstellen des Zehn-Meter-Baums haben die Experten vom Bauhof keine Stunde gebraucht. Sie befestigten ein Transportband am Baum, zogen ihn mit einem auf dem Transporter installierten Kranarm nach oben und fädelten ihn in den Christbaumständer ein, der neben dem Brunnen in den Boden geschraubt wurde.

Dirk Wenner steuerte den Hebekran mit der Fernbedienung. Sein Kollege Alexander Klotz gab aus einigen Metern Entfernung die Kommandos, um den Baum eingermaßen exakt in die Senkrechte zu bekommen. Die Hauptarbeit kam später auf den Bauhof zu: das Schmücken des Baumes. Um die Lichter anzubringen, musste noch eine Hebebühne angefahren werden.

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