Eindruck vom Germeringer Christkindlmarkt.
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Eindruck vom Germeringer Christkindlmarkt.

Der Stadtrat entscheidet

Germeringer Christkindlmarkt fällt wegen Corona aus

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Der diesjährige Christkindlmarkt vor der Stadthalle Germering wird nicht stattfinden. Das hat der Stadtrat schweren Herzens entschieden. Grund ist die Corona-Pandemie.

Germering - Im Vorfeld hatte die Verwaltung untersucht, was nötig gewesen wäre, um den Christkindlmarkt unter Pandemie-Bedingungen stattfinden zu lassen. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates wurden die Bedingungen vorgestellt. Ein Blick auf die Sitzungsvorlage reichte eigentlich schon aus um zu dem Schluss zu kommen, dass aus fröhlichem Beisammensein bei Glühwein und Platzerl heuer nichts wird. So hätten die Besucher während ihres Besuches unter anderem stets eine Maske tragen müssen. Um zu kontrollieren, wie viele Besucher sich auf dem Gelände aufhalten, hätte man einen Bauzaun um das Areal ziehen müssen. Nötig gewesen wäre zudem ein Einbahn-System um die Besucher-Ströme zu lenken. Am Eingang hätten die Besucher ihre Daten hinterlassen müssen, um mögliche Infektionsketten nach verfolgen zu können.

Christkindlmarkt Germering: Kosten unverhältnismäßig hoch

Auch die Kosten für einen Pandemie-Christkindlmarkt wären unverhältnismäßig hoch gewesen. Für die Einzäunung des Geländes wären rund 5000 Euro fällig geworden. Der Sicherheitsdienst, der unter anderem den Eingang hätte kontrollieren müssen, hätte sogar mit 25 000 Euro zu Buche geschlagen. Insgesamt hätte die Stadt laut Verwaltung rund 45 000 Euro zusätzlich ausgeben müssen. Die Infektionsschutzmaßnahmen hätten noch weitere Folgen für den Markt gehabt: Es hätte weniger Händler gegeben, Bühneprogramm und Lagerfeuer wären weggefallen. Zudem gab die Verwaltung zu bedenken, dass die Beschränkung der Besucherzahl womöglich zu Unmut bei den Gästen geführt hätte.

Christkindlmarkt Germering: „Kein gutes Gefühl“

„Ich habe kein gutes Gefühl dabei“, sagte Gabriele Pichelmaier (CSU). Vieles sei einfach zu unsicher. Sepp Dürr (Grüne) schlug einen „Christkindl-Marktsonntag“ vor. Dem erteilte Kathrin Schmidt eine Absage. Die Christsoziale, die beim Wirtschaftsverband für den Einzelhandel zuständig ist, erklärte, dass Marktsonntage im Advent nicht gestattet seien. Das Schlusswort hatte Saskia Schon (SPD): Man müsse auch einmal verzichten können. „Wir sollten uns darauf besinnen, was Weihnachten wirklich bedeutet.“

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