Johannes Landendinger (SPD) wurde in den Germeringer Stadtrat gewählt. Er will sich vor allem für soziale Themen einsetzen.

Die neuen Germeringer Stadträte 

Soziale Themen liegen neuem SPD-Rat am Herzen

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Johannes Landendinger hat als OB- und Spitzenkandidat der SPD den Einzug in den Stadtrat geschafft. Und das, obwohl er erst im vergangenen August mit seinem Ehemann nach Germering gezogen ist. 

Johannes LandendingerSPD

Bis dahin war Petershausen sein Lebensmittelpunkt. Als Vorsitzender der dortigen SPD hatte der 34-Jährige Sozialpädagoge auch Kontakt zu den Germeringer Sozialdemokraten. Die Verbindungen zu seinem neuen Wohnort reichen aber noch viel weiter. Sein Vater ist ein gebürtiger Unterpfaffenhofener und war aktives Mitglied der Pfarrgemeinde Don Bosco. Dort lernte er auch seine spätere Frau kennen, die den Kindergarten Don Bosco bis zum beruflich bedingten Wegzug ihres Ehemannes nach Niederbayern leitete.

In Vilsbiburg ist Johannes Landendinger 1985 zur Welt gekommen. Taufpatin war Monika Scholz – sie war von 1982 bis 2016 Leiterin des Kindergartens Don Bosco.

Die deutliche Niederlage bei der OB-Wahl – Landendinger landete hier mit 11,8 Prozent der Stimmen weit hinter OB Andreas Haas CSU (68,9) und Agnes Dürr (Grünen 19,4) – hat Landendinger weggesteckt. Er sei zwar nicht völlig ohne Hoffnung in das Rennen gegangen, erzählt er. Aber es sei ihm natürlich klar gewesen, dass es gegen den Amtsinhaber schwer werden würde. Auch weil dieser seine Arbeit ja gut mache, gesteht Landendinger.

Er freue sich jetzt aber auf die Arbeit im Stadtrat. Es werde mit nur mehr fünf SPD-Vertretern natürlich schwierig, die eigene Vorstellungen durchzubringen. „Wir wollen aber an unseren Themen dran bleiben und schauen, was geht.“ Dabei handelt es sich aus Sicht des gelernten Kinderpflegers, Erziehers und Sozialpädagogen vor allem um soziale Themen.

Gemeinsam müsse man versuchen, wie man es auch Normalverdienern möglich machen kann, einigermaßen vernünftig in Germering zu leben. Vor allem bezahlbarer Wohnraum sei hier wichtig. Weil sich diese und ähnliche Problematiken wegen der Corona-Krise noch verstärken könnten, sei die Zusammenarbeit aller im Stadtrat noch wichtiger.

Die Vorbereitung auf die Stadtratsarbeit leidet dabei auch unter Covid 19. Eigentlich hätte sich die SPD wie andere Fraktionen in diesen Tagen bei einer Klausur auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereiten wollen. Das ist wegen des Virus aber nicht möglich. Man versuche zurzeit neue Wege, so Landendinger, der in seiner Freitzeit gerne in die Berge geht. Unter anderem plane man eine Videokonferenz. Das direkte Gespräch wird das aber nicht ersetzen können.

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