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Den Segen für das Rathaus und gute Wünsche für die Menschen die dort ein- und ausgehen erteilten die Sternsinger der katholischen Pfarreien. OB Andreas Haas (hinten l.) und Diakon Sascha Miller freuten sich.

Sie sind wieder unterwegs

Germeringer Sternsinger öffnen Türen und Herzen der Menschen

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Der Brauch Segen in die Häuser zu bringen ist eine Tradition, die von den drei Pfarreien der katholischen Stadtkirche gepflegt wird. Probleme Sternsinger zu gewinnen, gibt es keine.

Germering– Mindestens drei sollten zusammen unterwegs sein. So erklärt es Diakon Sascha Miller, der in der Stadtkirche für die Betreuung aller Sternsinger zuständig ist. „Einer muss den Stern tragen, einer das Weihrauchfass und der Dritte die Sammelbüchse.“

Damit haben Melanie und Rosali (beide zwölf Jahre) sowie Tamara (14) aus der Pfarrei St. Cäcilia bereits viel Erfahrung. „Sie sind unsere Erfahrenen“, erzählt Betreuerin Andrea Scheu, die die drei Mädchen auf ihren Wegen durch das Gebiet der Pfarrei begleitet. Sie sind seit vier Jahren dabei: „Die meisten sind sehr freundlich und freuen sich, wenn wir kommen“, erzählt Tamara über die gemachten Erfahrungen.

Heuer sammeln die Sternsinger gegen Kinderarmut weltweit

Melanie bestätigt das auch für die ersten Tage des neuen Jahres, an denen die Sternsinger traditionell wieder unterwegs waren – diesmal teilweise bei Sturm und Regen. „Es war schon sehr angenehm, dass uns manche in die Wohnung oder zumindest unter ein Dach gebeten haben“, berichtet Melanie von den drei Stunden, die sie zum Beispiel am vergangenen Donnerstag unterwegs waren.

Man habe sich zwar mit Regenumhängen schützen und auch die morgenländischen Kostüme vor Nässe bewahren können, so Rosali. „Aber wir waren dann schon froh, dass wir wieder im Warmen bleiben können, auch wenn wir die Kälte und Nässe kaum gespürt haben.“

Denn jedes der drei Mädchen hilft gern. Heuer wird unter dem Motto „Gegen Kinderarmut weltweit“ gesammelt, als Beispielland gilt Indien. Mit dem Erlös sollen zum Beispiel Schulen gebaut und so Familien unterstützt werden, die ihre Kinder aus finanzieller Not heraus zum Arbeiten schicken müssen, erläutert Diakon Miller den Zweck der Spendengelder. In St. Cäcilia wird zusätzlich für Projekte in Togo gesammelt. Das hat sich durch Pfarrer Isaac Gaglo ergeben, der während seiner Studienzeit von 1992 bis 1997 an der St. Cäcilia-Kirche war.

Die Buchstaben C, M und B stehen nicht für die heiligen drei Könige

Mühe, genügend Sternsinger dafür zu gewinnen, haben die drei städtischen Pfarreien nicht. In St. Cäcilia waren zehn Gruppen in der ersten Woche des neuen Jahres unterwegs, in St. Martin vier und in der Pfarrei Don Bosco drei. „So können die Gruppen gut auf die ganzen Straßenzüge eingeteilt werden“, so Diakon Miller, der auch seinen eigenen drei Kindern immer wieder erklärt, warum die Sternsinger unterwegs sind. „Kindern in anderen Ländern geht es nicht so gut wie euch. Denen helfen wir.“

Doch manchmal benötigen auch die Sternsinger etwas Unterstützung. Für den Segen, der in das Haus und damit für die Mitarbeiter und auch Bürger einkehrt, leistet Oberbürgermeister Andreas Haas gerne Schützenhilfe. Die Schriftzeichen mit dem Segensspruch „Christus mansionem benedicat“. („Christus segne dieses Haus“) werden im Rathaus traditionell über dem Aufzug im Eingangsbereich angebracht. Dazu muss einer der Sternsinger ein wenig in die Höhe gelupft werden.

Haas weiß auch, dass die drei Buchstaben nicht die heiligen drei Könige bezeichnen, aber die Bedeutung deren Namen durchaus auch Sinn macht: Caspar (Schatzbewahrer), Melchior (mein König ist Licht) und Balthasar (Gott schütze das Leben). So sieht sich das Stadtoberhaupt nicht nur durch die drei Könige gesegnet, sondern auch durch die drei Pfarreien der Stadt. „Mögen sich allen die Türen und Herzen der Menschen in diesem Jahr öffnen.“

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