Trinkwasser
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Das Germeringer Trinkwasser ist einwandfrei.

Neue Laboruntersuchungen

Das Germeringer Trinkwasser ist einwandfrei

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Die jüngste große Laboruntersuchung ergab, dass alle Vorgaben der Trinkwasserverordnung eingehalten werden. Der früher oft bedenkliche Nitratgehalt ist weiter auf einem sehr niedrigen Niveau.

Germering – Die erste Sitzung des Werkausschusses des neu gewählten Stadtrates war laut OB Andreas Haas bewusst gewählt worden, um die regelmäßig vom Labor Agrolab durchgeführte Trinkwasser-Analyse zu präsentieren: „Damit wollen wir auch Werbung für unser Wasser machen“, erklärte der Rathauschef den neuen Stadträten.

Die von Stadtwerkechef Roland Schmid präsentierten Ergebnisse der jüngsten Untersuchung rechtfertigten diese Einschätzung. So sind beispielsweise Pestizide, die vor Jahren durchaus in wenn auch geringen Mengen nachgewiesen worden sind, in den städtischen Brunnen mittlerweile nicht mehr nachweisbar.

In den sogenannten Vorfeldpegeln taucht Desethylatrazin, das Abbauprodukt des schon länger verbotenen Pestizids Atrazin, zwar noch auf. Aber auch hier ist die Konzentration so gering, dass eine quantitative Angabe nicht möglich ist.

Nitratbelastung ist kein Problem mehr

Auch die Belastung mit Nitrat ist kein Problem mehr. Noch Anfang der 1990er-Jahre wurden im Germeringer Wasser fast 40 Mikrogramm je Liter (mg/l) Nitrat gemessen – der Grenzwert liegt bei 50 mg/l. Damals gewährte die Stadt einen Mineralwasser-Zuschuss zur Zubereitung vo Babynahrung – hier darf der Wert 35 mg/l nicht übersteigen.

Mittlerweile liegt der Nitratwert bei 23,4 mg/l. Diese Konzentration ist Schmid zufolge auch deswegen sehr gut, weil die Stadtwerke das Trinkwasser aus sehr geringen Tiefen in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet entnehme. Zu verdanken ist diese Qualität auch vor allem den in den 90er-Jahren eingeführten freiwilligen Vereinbarungen mit den Landwirten zur Trinkwasser schonenden Bewirtschaftung ihrer Felder. Der nach 18-jähriger Pause in den Stadtrat und Werkausschuss zurückgekehrte Grünen-Politiker und Biobauer Sepp Dürr war einer der Wegbereiter dieses Systems.

Menge an chlorierten Kohlenwasserstoffen ging ebenfalls zurück

Die Belastung des Wassers mit chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW) war vor 30 Jahren ebenfalls noch höher. Damals musste die Stadt mit den Folgen eines Unfalls am Flughafen Oberpfaffenhofen zurechtkommen. Dort waren 1987 aus einer Lackiererei Chemikalien ins Grundwasser gelangt.

Erstmals nachgewiesen wurden sie auf Germeringer Flur erst Jahre später, und noch heute kann man immer noch rund ein Mikrogramm pro Liter CKW nachweisen. Das liegt auch daran, dass das Grundwasser sich mit etwa zehn Metern täglich sehr langsam von Oberpfaffenhofen und Gilching aus in zwei Strömen in Richtung Germering bewegt.

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