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Nach dem Schnitt: Gunnar Eckardt vor seiner Hecke. 

Verkehrssicherheit

Germeringer verärgert über angeordneten Heckenschnitt

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Die Stadt achtet darauf, dass Hecken auf Privatgrundstücken, die entlang von öffentlichen Gehsteigen und Straßen wachsen, regelmäßig geschnitten werden. 

Germering – Das hat jetzt auch Merkur-Leser Gunnar Eckardt erfahren. Weil er aus den unterschiedlichsten Gründen den regelmäßig fälligen Jahresschnitt seiner Hecke an der Friedlandstraße versäumte, hat er Ende April ein aufforderndes Schreiben der Stadt erhalten. Inhalt: Er möge bis spätestens 7. Mai seine Hecke auf das erforderliche Maß zurückschneiden.

Eckardt war zwar der Meinung, dass seine Hecke keinesfalls die Verkehrsicherheit gefährde. Er holte dazu auch eine entsprechende Einschätzungen des ADAC ein. Auch ein Gärtner bescheinigte ihm, dass ihn die Aufforderung des Bauamtes nicht betreffen könne. Zudem sei aus Gründen des Vogelschutzes der Heckenschnitt von März bis September verboten.

Die Stadt bestand dennoch auf Erfüllung ihrer Forderung und Eckard kam dem schließlich nach. Einen Tag später allerdings entdeckte Gunnar Eckardt einen offensichtlich aus einem Nest in der Hecke gefallenes Amsel-Junges verendet am Boden liegen. Grund genug für ihn, den Vorfall öffentlich zu machen: „Kein weiterer Kommentar meinerseits zum Thema Naturschutz in Germering.“

Thomas Wieser, Leiter des Sachgebiets Umweltschutz im Bauamt, kann den Ärger von Eckardt zwar verstehen. Er weist aber auch darauf hin, dass es nicht sicher sei, dass das Amseljunge wegen der Schneideaktion aus dem Nest gefallen ist. Die Naturschutzvorgabe sei zudem nicht so, wie Eckardt es auslege: „Der Jahreszuwachs darf bei Hecken das ganze Jahr über zurück geschnitten werden.“ Verboten sei nur der Rückschnitt auf Stock. So etwas würde er während der Brutzeit aber niemals fordern, erklärt Wieser. Das habe auch von Eckardt niemand verlangt. Er habe das vor Ort mit ihm auch so besprochen.  kg

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