Andrea Hermann legt vor der Pfarrkirche St. Johannes Bosco mit Vertikutiermaschine der Stadt den ersten Blühstreifen an

Blühwiesen

Germerings Stadtkirche rettet die Bienen

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Die Katholische Stadtkirche kümmert sich verstärkt um Insektenschutz. Vor allen Pfarrkirchen sollen Blühwiesen angelegt werden. Der Anfang ist schon gemacht.

GermeringDas vor wenigen Monaten durchgeführte Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat aus Sicht von Stadtkirchen-Sprecher Herrmann Wagner den Germeringer Christen erneut und einmal mehr vor Augen geführt, dass sich Gottes Kraft auch in der Schönheit seiner Schöpfung zeigt. Davon angespornt, habe man sich in der Stadtkirche überlegt, wie christliches Handeln auf diesem Gebiet konkret werden kann. Dabei habe die Idee, Blühstreifen an den Gotteshäusern der Stadtkirche anzulegen, schnell Gestalt angenommen.

Als Christen ein Zeichen setzen

Die Stadtkirche arbeitet dabei eng mit der Stadt zusammen, um Germering als Lebensraum für Insekten attraktiv zu gestalten und so als Christen ein Zeichen zu setzen. Die Planungen für die Blühstreifen wurde von den beiden Umweltbeauftragten der Stadtkirche, Andrea Hermann und Joseph Carl Schneider, vorangetrieben. Ziel war, noch in diesem Frühjahr mit den Arbeiten zu beginnen. Dabei habe man von Anfang an auf die tatkräftige Unterstützung der Stadt gezählt.

Wiedervernetzung

Der erste Blühstreifen wurde unter Mithilfe der Stadtgärtnerei direkt vor der Kirche St. Johannes Bosco angelegt. Zum Einsatz kam ausschließlich einheimisches und gentechnikfreies Saatgut. Vertreter aller Pfarreien der Stadtkirche sind mittlerweile in die weitere Vorgehensweise eingewiesen worden. Bei Fragen konnten sie dabei auch auf das Wissen von Claudia Müller zurück greifen. Die bei der Stadt angestellte Biologin kümmert sich seit Jahren um Biodiversität auf städtischen Grünanlagen. Sie ist unter anderem auch für die Wiedervernetzung der Biotope am See verantwortlich.

Dank an die Stadt

Die Erfahrung der Expertin und der weiteren Helfer der Stadt ist für Kirchenvertreterin Andrea Hermann sehr wichtig: „Wir sind dankbar, dass wir darauf zurückgreifen können.“ Sie hat ihren Dank in einem Segensgebet zusammen gefasst, das bei der Anlage der ersten Fläche vor der Bosco-Kirche gemeinsam gesprochen wurde.

Joseph Carl Schneider, der eine umfassende Bestandsaufnahme der kirchlichen Flächen durchgeführt hat, äußerst sich ebenfalls sehr postiv darüber, dass die Kirche ein deutliches Zeichen für den Umweltschutz setzt. Die Aktion findet zudem gemeinsam und in ökumenischer Verbundenheit mit der evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde statt, die ebenfalls Blühflächen anlegen wird.

Weitere Blühbereiche

In den kommenden Wochen werden auch Blühbereiche vor allen anderen Kirchen angelegt. Das Ergebnis wird sich vermutlich aber erst in zwei bis drei Jahren richtig zeigen, so die einhellige Meinung der eingebundenen Experten. Aus Sicht von Herrmann Wagner ist das aber nicht so schlimm: „Für kirchliche Verhältnisse sind diese zwei oder drei Jahre ein vergleichsweiser kurzer und überschaubarer Zeitraum, den man in der Stadtkirche getrost und gerne abwartet.“

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