Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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Aus den Wasserhähnen im Stadtgebiet kommt nur beste Qualität. symbolfoto: dpa

Gute Werte

Germerings Trinkwasser hat beste Qualität

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Das Germeringer Trinkwasser hat nach wie vor eine gute bis sehr gute Qualität. Der Nitratwert, der noch in den 1990er-Jahren bedenklich hoch war, ist erneut gesunken. Das zeigen aktuelle Labor-Analysen.

Germering – Stadtwerkechef Roland Schmid präsentierte im Werkausschuss die neuesten Untersuchungen zur Wasserqualität, die aus seiner Sicht nichts Außergewöhnliches ergeben haben. Seine positiven Nachrichten begannen bei der Tatsache, dass Chlor-Kohlen-Wasserstoffe (CKW) in den beiden Trinkwasserbrunnen mit immer geringerer Konzentration gemessen werden. Seit 2011 liege der Wert mit leicht fallender Tendenz bei unter einem Mikrogramm pro Liter (eg/l), der Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegt bei zehn Mikrogramm.

Die Nitratbelastung

Noch besser sieht es bei den Pestiziden aus: Sie sind seit drei Jahren in den Brunnen nicht mehr nachweisbar. Das sei eine Folge des Verbots von Atrazin, dessen Abbauprodukt Desethylatrazin früher regelmäßig gemessen wurde. Im Vorfeld der Brunnen ist es zwar nach wie vor nachweisbar – allerdings in so geringen Mengen, dass laut Schmidt eine quantitative Angabe nicht möglich ist.

Eine Erfolgsgeschichte ist auch die Entwicklung der Nitratbelastung. Sie lag in den 1990er-Jahren nah am Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter (mg/l). Die Stadt gab Eltern damals einen Zuschuss zur Zubereitung von Babynahrung.

Eine Wende zum Positiven gab es, als mit den Landwirten Vereinbarungen über die grundwasserschonende Bewirtschaftung des Bodens geschlossen wurden. Mittlerweile hat sich der Nitratwert zwischen 20 und 25 mg/l eingependelt. Im vergangen Sommer sank er sogar auf unter 20 mg/l – das war Schmid zufolge der extremen Trockenheit zu verdanken. Ohne Regen gelangte weniger Stickstoff von der Oberfläche der Ackerböden ins Grundwasser.

Keine intensive Tierhaltung

OB Andreas Haas meinte, dass die positive Entwicklung keineswegs selbstverständlich sei. Es sei deswegen wichtig, darauf hinzuweisen. Einen von Barbara Hagmann (Grüne) vermuteten Zusammenhang mit der seit 2018 geltenden bundesweiten Düngeverordnung – sie war erlassen worden, weil zahlreiche Regionen in Deutschland den Grenzwert überschritten haben – gibt es laut Schmid aber nicht. Germering profitiere von den freiwilligen Vereinbarungen und von der Tatsache, dass es im Wassereinzugsgebiet keine intensiven Tierhaltungen gibt.

Eike Höppner (SPD) war der Meinung, dass die Stadt stolz sein könne auf die Entwicklung: „Wir sind den richtigen Weg gegangen.“ Sie freue sie jedes mal, wenn die Nitratwerte nach unten gehen.

Ruhig mal loben

Auch Monika Greczmiel (CSU) meinte, dass sich die Stadt durchaus mal loben könne. Die guten Nitratwerte seien umso höher zu bewerten, als Germering sein Wasser nicht durch Zumischung aus tieferen Schichten verbessere: „Wir machen keinen Misch-Masch.“

Der trockene Sommer des Vorjahrs hat aus Sicht von Stadtwerkechef Schmid zwar Auswirkungen auf den Grundwasserpegel gehabt. Er sei im Schnitt um einen halben Meter gesunken, befinde sich aber noch auf mittlerem Niveau. Über einen Zusammenhang und mögliche weitere Folgen mit dem Klimawandel wolle er zwar nicht spekulieren. Allerdings sei klar, dass man schon aufpassen müsse.

Landwirt Paul Wunderl (CSU) hoffte, dass der trockene Sommer ein Ausreißer war. Dessen Folgen seien aber in der Forstwirtschaft schlimmer gewesen als in der Landwirtschaft. Sollte es aber schlimmer werden, müsse man sich über Möglichkeiten der Bewässerung Gedanken machen.

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