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Germerings Wirtschaft fordert Hotel an der Stadthalle

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Von: Klaus Greif

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Die örtlichen Unternehmer sind zahlreich zum Wirtschaftsempfang in die Stadthalle gekommen. Gewerbechef Jürgen Biffar (1. Reihe, 3.v.l.) forderte in seiner Rede die Stadt zum schnellen Bau eines Hotels neben der Stadthalle auf. © Weber

Der Wirtschaftsverband fordert die Stadt auf, so schnell wie möglich ein modernes Hotel an der Stadthalle zu realisieren. Das würde einen enormen Standortvorteil schaffen, sagte Vorsitzender Jürgen Biffar beim Wirtschaftsempfang der Stadt.

Germering – Es war nicht das erste Mal, dass Jürgen Biffar, der auch Gründungschef des weltweit operierenden Softwareherstellers Docuware ist, den Wirtschaftsempfang zu pointierten Aussagen nutzte. Vor zwei Jahren etwa regte er an, dass sich Germering als Teststadt für selbstfahrende Autos anbieten solle, um von dieser wichtigen Entwicklung nicht abgehängt zu werden. Jetzt schlug er einen Bogen von Brexit, Trump-Wahl und dem wachsenden Rechtspopulismus zur Germeringer Innenstadtentwicklung und zur bayerischen Bildungspolitik.

„Die Welt verändert sich – aber leider nicht zum besten“, sagte Biffar im voll besetzten Orlandosaal. Man dürfe dabei nicht arrogant sein und die Ängste der Menschen als irrational abtun. Man müsse sie ernst nehmen und handeln. Dabei müsse man einerseits die Menschen fit machen für die Herausforderungen der Zukunft. Und dies gehe nur über eine bessere Bildung vor allem im digitalen Bereich. Hier sei Bayern Schlusslicht in Deutschland. Mit Unterstützung der Stadt habe der Wirtschaftsverband deswegen vor Ort erste eigene Projekte wie beispielsweise die Technik-Camps für Mädchen ins Leben gerufen.

Außerdem müsse man dafür sorgen, dass die Menschen auch in Zukunft sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze haben. Und hier komme der Stadt eine wichtige Rolle zu. Denn die 1000 Arbeitsplätze, die es in Germering derzeit in der IT-Branche gibt, sind nicht zwingend sicher. Biffar: „Die meisten dieser Unternehmen sind sehr mobil.“ Erst im vergangenen Jahr habe die Stadt eine wichtige IT-Firma verloren, die nach München gezogen sei.

Die Stadt müsse deswegen den Standort noch attraktiver machen, so Biffar. Und mit am wichtigsten sei hier der Bau eines modernen Hotels bei der Stadthalle. Dies müsse geschehen bevor das Hotel Huber, das bekanntlich verkauft worden sei, schließe. Denn schon jetzt hätten Unternehmen wie Docuware Probleme, Geschäftspartner vor Ort angemessen unterzubringen. Diese Hotels gibt es im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Ein neues Hotel sei dabei auch ein enormer Standortvorteil: „Dann könnten wir verstärkt Tagungen und Messen ausrichten.“ Er verspreche, dass dies neue Arbeitsplätze schaffen werde.

OB Andreas Haas antwortete auf diese Forderung nur kurz und nicht konkret. Der Stadtrat handle stets pragmatisch: „Wir werden die Aufgaben bewältigen.“

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