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Eine Zumba-Gruppe der Volkshochschule begeisterte vor der Stadthalle.

Stadthalle

Gesundheitsmesse: So bleibt man gesund und fit

Die erste Gesundheitsmesse in der Stadthalle ist rundum gelungen. Sie zeigte unter anderem auf, wie man fit bleibt und wo es Hilfe gibt.

Germering – Das Knie ist eine der Achillesfersen bei Fußballspielern. Schmerzt zum Beispiel nur der innere Knieabschnitt, kann eine sogenannte Schlittenprothese helfen. „Sie können danach ohne weiteres wieder Sport treiben“, erklärt Dr. Hans-Hermann Walbaum vom Germedicum Oberbürgermeister Andreas Haas. Nur auf allzu intensive Bewegungen solle man verzichten, so der Orthopäde und Unfallchirurg.

Eine von vielen Informationen, die auf der ersten Messe „Gesund in Germering“ (GiG) abgegriffen werden konnten. „Die Menschen dürfen sich Rat abholen bei Menschen, die ihre Kompetenz bündeln“, sagte Haas im Rahmen einer kurzen Eröffnungsfeier. Es gebe in der Stadt viele Möglichkeiten zum gesunden Leben, so Haas. Beispiele seien Freizeitmöglichkeiten wie das Freibad oder auch der Germeringer See.

Gewichtiger Blickfang: Am Stand eines Fitnessstudios kam kaum einer der zahlreichen Besucher der Germeringer Gesundheitsmesse vorbei.

Gegenüber unserer Zeitung merkte der dritte Bürgermeister Helmut Ankenbrand an, dass er beim Köper im Allgemeinen voraussetze, auf seine Signale zu achten. „Kopf und Seele sind beim Thema Gesundheit noch immer nicht so im allgemeinen Bewusstsein angekommen.“ Dies aber hält Jürgen Biffar, Vorsitzender des veranstaltenden Wirtschaftsverbandes, für unbedingt notwendig. „Körper und Seele müssen den alltäglichen und beruflichen Belastungen gewachsen sein.“ Gesundheit und Vorsorge sind laut Biffar Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. 

So waren auf der zwei Tage dauernden Gesundheitsmesse unter anderem Krankenkassen vertreten, die neben Schulmedizin auch alternative ganzheitliche Heilmethoden in ihr Leistungspaket gepackt haben. Die Koronarsportgruppe des SV Germering, der Sozialdienst und Selbsthilfegruppen helfen, wenn Probleme überhand genommen haben. Dieglinde Neukamm von der Organisation „Wer Hilfe sucht“, die sich mit Alkoholsucht befasst, überraschte Sozialreferent Herbert Sedlmeier mit einer erstaunlichen Mitteilung: „Wir sind seit vier Jahrzehnten 24 Stunden erreichbar, unter einer ganz normalen Telefonnummer.“ Da staunte der Behindertenbeauftragte des Landkreises.

So klein und doch wertvoll: Dr. Hans-Hermann Walbaum erklärt OB Haas (M.) und Messeorganisator Albert Metz (2.v.r.), wie eine Schlittenprothese funktioniert.

Doch auch eine Fahrschule hat etwas mit Gesundheit zu tun. Sie kann mithelfen, dass sich Menschen mit Behinderungen oder nach einem Unfall sicher mit ihrem Auto bewegen können. In Bewegung bliebt man ebenso mit dem „Fit Seat“ von Jan Gumprecht. „Man kann während der Bürozeiten Rad fahren“, erklärt er sein Gerät, das einem Fitnessstudio entstammen könnte. Es müsse nur der Schreibtisch entsprechend hoch eingestellt sein.

Albert Metz als engagierter Organisator der Messe und Bernd Adam von der AOK sprachen von einem breiten Angebot. Metz gab zudem bekannt: Die „GiG“ erfährt bereits 2018 eine Neuauflage – am letzten Wochenende vor den Sommerferien. „Die Messe soll einzigartig sein, aber kein einmaliges Angebot bleiben“, betonte Metz.

Von Hans Kürzl

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