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Laut und PS-stark

Getunte Autos nerven Germeringer

In letzter Zeit gehen bei der Germeringer Polizei vermehrt Anrufe und Hinweise aus der Bevölkerung ein, dass vor allem in den Abendstunden und nachts Fahrzeuge mit lauten Auspuffanlagen und überhöhter Geschwindigkeit im Raum Germering ihr Unwesen treiben. Viele Germeringer sind zunehmend genervt vom Lärm der Autos.

Germering - Aus diesem Grund hat die Germeringer Polizei am Mittwoch Abend gezielt derartige sogenannte „individualisierte Autos“ ins Visier genommen. Die Überprüfungen ergaben, dass nahezu an allen kontrollierten Fahrzeugen diverse Umbauten vorgenommen worden waren - etwa Tieferlegungen, Sportauspuffanlagen, Überrollbügel sowie Leistungssteigerungen inclusive Komplettumbauten. Bei einem Fiat 500 Abarth waren beispielsweise beachtliche 200 PS im Fahrzeugschein eingetragen, wie die Polizei berichtet. 

Auch ein Porsche Boxter erweckte das Interesse der in Zivil operierenden Polizisten, da aus dessen Auspuffanlage immer wieder laute Fehlzündungen zu hören waren. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Anlage vorschriftsmäßig ab Werk so in das 375 PS starke Fahrzeug eingebaut und eingetragen war. 

Gegen 20.15 Uhr fiel ein stark individualisierter weißer Audi TT RS einer Streife in der Landsberger Straße auf. Zur Beobachtung von dessen Fahrverhaltens fuhr die Zivilstreife auf Höhe der Salzstraße diesem Fahrzeug hinterher. Nachdem er das Ortschild passiert hatte, beschleunigte der 480 PS starke Audi mit offener Auspuffklappenanlage enorm, so dass die Polizisten auf knapp 190 Kilometer pro Stunde beschleunigen mussten, um ihn überhaupt einholen zu können. 

Erst auf der Höhe der Ortsdurchfahrt Geisenbrunn reduzierte der 50-Jährige Fahrer aus München seine Geschwindigkeit und musste bei der anschließenden Kontrolle kleinlaut erkennen, dass er sich offensichtlich „die Falschen zum Imponieren“ ausgesucht hatte. Die Umbauten an seinem Fahrzeug waren von einer professionellen Tuningfirma vorgenommen worden und allesamt in der Zulassungsbescheinigung eingetragen, so dass es gemäß der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) keinerlei Beanstandungen gab, so die Polizei. Zu beanstanden war dagegen sehr wohl die erhebliche Geschwindigkeitsübertretung, welche ein Fahrverbot und eine saftige Geldbuße sowie eine Mitteilung an die Führerscheinstelle in München nach sich ziehen wird.

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