Docuware-Geschäftsführer Michael Berger sprach beim Richtfest der neuen Firmenzentrale vor zwei Wochen vom anhaltenden Wachstum des Unternehmens.

Docuware

Global Player Ricoh kauft Germeringer Vorzeigeunternehmen

Erst vor wenigen Tagen feierte das Germeringer Softwareunternehmen Docuware Richtfest in der künftigen Firmenzentrale am Kleinen Stachus.

Germering – Jetzt gibt der Dokumenten-Management-Experte bekannt: Docuware ist vom international tätigen japanischen Unternehmen Ricoh übernommen worden. Ricoh ist unter anderem bekannt als Hersteller von Bürokommunikations-Systemen und Digitalkameras. Hauptsitz ist Tokyo, welt-weit beschäftigt Ricoh über 100 000 Mitarbeiter.

Docuware ist mit der Übernahme eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Ricoh. Der Firmenname bleibt laut Sprecherin Birgit Schuchmann unverändert. Auch sonst werde sich für die Mitarbeiter in Germering nichts ändern. Die Docuware-Angestellten sind darüber informiert worden, dass ihre Jobs sicher sind. Docuware wird zudem auch als Rico-Tochter unabhängig und als eigenständige Marke erhalten bleiben.

Aus Sicht der Docuware-Gesellschafter Michael Berger und Max Ertl sichert die Übernahme die ehrgeizigen Wachstumspläne des Germeringer Unternehmens. Sie formulieren dies so: „Ricoh als starker Investor gibt uns die Sicherheit, dass wir unsere Ziele erreichen und weiterhin ein zuverlässiger, vertrauenswürdiger und innovativer Anbieter für die gesamte Docuware-Partner- und Kunden-Community sein werden.“ Berger und Ertl werden auch nach der Übernahme Geschäftsführer bleiben.

Ricoh selbst ist der Mitteilung zufolge seit Jahren nicht nur Partner von Docuware sondern setzt dessen Software auch selbst ein. Ricoh-Vertreter David Mills (Corporate Senior Vice President) will mit der Übernahme von Docuware die Digitalisierung des Arbeitsplatzes unterstützen und vorantreiben. In der Praxis bedeute dies, Menschen schneller und komfortabler mit Informationen zu versorgen sowie die Kommunikation und Kreativität zu verbessern. Durch Nutzung von Synergien werde man dieses Ziel schneller erreichen.

Der Abschluss der Transaktion mit Docuware wird für diesen Sommer erwartet – vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden in Deutschland und Österreich und der Erfüllung weiterer rechtlicher Bedingungen.

Docuware ist vor 31 Jahren von Wirtschaftsverbandschef Jürgen Biffar gegründet worden. Das Unternehmen hat weltweit über 12 000 Kunden in mehr als 90 Ländern und vertreibt seine Software über ein Netzwerk von rund 600 Partnern. Biffar hat sich zu Jahresbeginn aus dem operativen Geschäft zurück gezogen. Neben der Firmenzentrale in Germering gibt es noch einen Standort in den USA.

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