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Die Regionalbeiräte Detlef Däke und Martina Neubauer (r.) gratulierten Kerstin Täubner-Benicke.

Bundestagswahl 2017

Grüne nominieren Kandidatin für Berlin

Germering/Gilching – In letzter Sekunde wurde es dann doch noch einmal spannend: Noch vor wenigen Tagen galt Kerstin Täubner-Benicke als einzige Bewerberin für die Kandidatur der Grünen für die Bundestagswahl im Wahlkreis 224 Starnberg/Landsberg.

Kurz vor der Nominierungsversammlung warf – auch für den Kreisverband Landsberg überraschend – Julius Herrmann aus Igling bei Kaufering seinen Hut in den Ring.

Viel Zeit für eine Vorbereitung blieb ihm nicht, weswegen das Ergebnis bei der Abstimmung dann auch entsprechend deutlich ausfiel: 43 der 50 anwesenden Grünen votierten für Täubner-Benicke, drei Stimmen entfielen auf Herrmann, drei Enthaltungen und eine ungültige Stimme wurden registriert.

Damit kann die Starnbergerin Täubner-Benicke offiziell in den Wahlkampf starten. „Ich möchte bis spätestens Weihnachten mein Team und meine Strategie beisammen haben“, sagt sie. Die heiße Phase des Wahlkampfs werde im Mai starten.

Schon in ihrer Vorstellungsrunde hatte sie die Schwerpunkte definiert, die sie im Wahlkampf vertreten möchte: Familien- und Gleichstellungspolitik, der entschiedene Kampf gegen den Flächenfraß durch den Bau immer neuer Gewerbegebiete und Straßen, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums und das deutliche Auftreten gegen rechtspopulistische Tendenzen.

Doch wie schätzt sie eigentlich ihre Chancen ein, demnächst in Berlin den Landkreis Starnberg zu vertreten? „Das kommt ganz darauf an“, meint Täubner-Benicke und verweist auf den noch bevorstehenden Listenparteitag der bayerischen Grünen.

Beim letzten Mal zogen insgesamt neun Abgeordnete über die Zweitstimmen in den Bundestag ein. Das sei allerdings auch kein gutes Ergebnis für die Grünen gewesen, betont die frischgekürte Kandidatin. Sie strebe „einen Platz unter den ersten 15 auf der Landesliste an“. Das könnte unter Umständen reichen.  

set

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