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Deutsch-Französische Freundschaft: DFVG-Vorsitzende Altrud Heinrich begrüßt Laurent Guidi.

35 Jahre Deutsch-Französischer Verein

Haas beim Jubliäum: "Städtefreundschaften sichern Europa"

Germering – Der Deutsch-Französische Verein (DFVG) ist 35 Jahre alt geworden. Gefeiert wurde dies mit Gästen aus der Partnerstadt Domont. Dabei spielte auch der Brexit eine Rolle.

OB Andreas Haas mahnte in seiner Festrede, dass Städtepartnerschaften nicht aus der der Mode kommen dürfen. Er sagte dies vor dem Hintergrund des per Referendum beschlossenen Austritts der Briten aus der EU. Haas: „Städtepartnerschaften sind zu selbstverständlich geworden. Dies ist gefährlich.“ Im Hinblick auf die seit 32 Jahren bestehende Verbindung der Großen Kreisstadt zu Domont sagte er: „Gerade solche Partnerschaften muss man vermeintlich einfachen Botschaften entgegensetzen.“ Die Menschen sollten wieder verstärkt spüren können, was ein vereintes Europa bedeutet, so der Rathauschef.

Haas zollte auch in diesem Zusammenhang dem DFVG Respekt für seine Arbeit: „Er ist nicht nur ein Konversationsklub für Fortgeschrittene, er bereichert das Kulturleben der Stadt.“ Dies zeige sich unter anderem dadurch, dass der DFVG die Städtepartnerschaft zu Domont federführend betreue.

Der Domonter Stadtrat Laurent Guidi schilderte aus eigenem Erleben, welche Bedeutung die Freundschaft für ihn persönlich hat. „Vor 30 Jahren war ich als Austauschschüler hier.“ Nun könne er diese Verbindung als Politiker aktiv mitgestalten. „Wir sind wirklich Partnerstädte“, betonte Guidi.

Dies zeigt sich in den vielen Kontakten, die bestehen. Immer wieder werden von den Frankreichfreunden Fahrten in die 15 000-Einwohner-Stadt nördlich von Paris unternommen. Er wolle selbst einmal daran teilnehmen, erklärte der Rathauschef. „Denn ich lasse mir ungern von anderen etwas vorschwärmen, ohne es selbst einmal erlebt zu haben.“

Für Altrud Heinrich, die Vorsitzende des DFVG, ist das Engagement für die Partnerschaft selbstverständlich. Dies wird ebenso durch die Treue der Mitglieder anerkannt. So hatten sich beim Festabend viele Gründungsmitglieder eingefunden.

Die Zahl der Mitglieder habe sich stabil bei rund 115 eingependelt, informierte Heinrich. Der Altersdurchschnitt sei allerdings relativ hoch. Die jüngeren Menschen würden sich Verbindung zu anderen Städten oder Ländern eher auf anderen Wegen, wie zum Beispiel über den Sport schaffen, glaubt Heinrich.

Dennoch sei sie zufrieden mit der Entwicklung des DFVG. Dies habe auch der Festabend gezeigt. „Ich schaue nur in fröhliche Gesichter“, sagte Heinrich. Sie würden feiern, dass der DFVG 35 Jahre jung geworden sei. Gerne habe man das mit der Städtepartnerschaft verknüpft, die seit 32 Jahren besteht. Beide Ereignisse, die Vereinsgründung und die Initiative zur Verbindung mit Domont, fasste Oberbürgermeister Haas so zusammen: „Im Rückblick waren es zwei weise Entscheidungen.“

von Hans Kürzl

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