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Rätsel lösen im Teamwork: Mitarbeiter Pascal half mit.

Stadtbibliothek

Harry Potter ist eine lange Lesenacht wert

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Harry Potter fasziniert – auch 20 Jahre, nachdem der erste Band der Fantasy-Reihe auf Deutsch erschienen ist. Für die Stadtbibliothek war das Anlass genug, die Lesenacht dem wohl berühmtesten Zauberschüler zu widmen.

Ein paar Finger bleiben doch noch unten, als Veronika Stöckl in die Runde fragt: „Wer kennt denn nun Harry Potter?“ Andere sind echte Experten. „Ich habe schon alle Bücher acht gelesen“, plappern einige andere Kinder in die Runde. Doch alle sollen für die Lesenacht auf dem selben Stand sein. Deshalb gibt’s erst einmal Kino in der Stadtbibliothek, gut eine halbe Stunde lang.

Da erleben dann die 24 Mädchen und Buben, alle neun und zehn Jahre alt, wie Harry Potter überhaupt ins Internat nach Hogwarts kommt und dazu den Bahnsteig neundreiviertel finden muss. In manchen Szenen ist es ganz gut, dass der beste Freund oder die Klassenkameradin bei der Lesenacht dabei ist. Da kann man schon mal die Hand drücken, wenn’s doch zu gruselig wird.

Doch das ist vergessen, als der Sprechende Hut bestimmt, für welches der Kinder es nach Gryffindor, Slytherin, Hufflepuff oder Rawenclaw geht. Einige blicken zwar skeptisch unter der magischen Kopfbedeckung hervor, weil die doch manchmal ein paar endlos scheinende Sekunden zur Entscheidung braucht. „In welches der vier Hogwartshäuser komme ich?“ In manchem Blick stand diese Frage geschrieben und doch schon auch die Vorfreude auf die magische Antwort. Denn nun war man mittendrin in der magischen Welt des Harry Potter.

Und so schnell kommen die vier Gruppen, jeweils betreut von Mitarbeitern der Stadtbibliothek, auch nicht mehr aus dieser Welt heraus. Herausfinden, dass die Bank, in der Harry Potter sein Geld bekam, „Gringotts“ heißt. Dazu ein extra für diese Lesenacht erstelltes Memory, Zaubertränke mit verbundenen Augen erraten, Quidditch spielen, Runen entziffern, Kampf gegen einen Troll und die Suche nach einem Schlüssel mithilfe des Zauberstabs – die Tour durch die Welt des Harry Potter hielt viele Überraschungen bereit.

Der sprechende Hut veriet den Kindern, in welches Haus sie kommen.

„Es war zauberhaft“, fasste Bibliotheksleiterin Christine Förster-Grüber die Nacht zusammen, in der die Kinder auch noch ein paar Stellen aus den Büchern von Joanne K. Rowling. vorgelesen bekamen. Einige hielten dann bis um 2 Uhr durch, um im Schein der Taschenlampe und bereits in einen Schlafsack gehüllt, selbst noch in einem Buch zu lesen – mit ausdrücklicher Genehmigung der Betreuer. „Da es eine Lesenacht ist, könnt ihr solange aufbleiben wie ihr könnt und wollt“, versprach Susanne Blomeyer den Kindern.

Die Lesenacht gehört seit Jahren zu den festen Punkten am ersten Wochenende des Ferienprogramms der Stadt. Die 24 Plätze waren auch heuer schnell vergeben.

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