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Heizung und Lüftung der Stadthalle nach 30 Jahren noch top

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Von: Klaus Greif

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Veranstaltungshäuser wie die Germeringer Stadthalle kämpfen mit den Corona-bedingten Absagen
Die Germeringer Stadthalle umfasst mehrere Säle in denen Veranstaltungen wie Konzerte, aber auch Tagungen und Vereinssitzungen stattfinden können. © Archivfoto: Becker

Die Wärme-, Kälte- und Raumlufttechnik der Stadthalle ist auch nach fast 30 Jahren Betrieb noch in einem sehr guten Zustand.

Germering – Der mit einer Überprüfung beauftragte Jörg Böhler vom Ingenieurbüro Wimmer aus Neusäß riet den Stadträten im Betriebsausschuss Stadthalle deswegen dazu, die Anlage noch ein paar Jahren laufen zu lassen. Lediglich die Zu- und Abluftanlagen sollten vor allem auch unter hygienischen Gesichtspunkten optimiert werden. Beheizt wird die Stadthalle seit der Fertigstellung des Hauses im Jahr 1993 durch zwei Gaskessel. Die Kühlung erfolgt über eine so genannte Kompressions-Kältemaschine. Beide Anlagen laufen Böhler zufolge zuverlässig und problemlos. Das einzige Manko sei, dass die Technik nicht mehr den ökologischen Erfordernissen entspreche: „Die Ökobilanz ist auf CO2 bezogen nicht auf der Höhe der Zeit.“

Bevor die Stadt hier allerdings investiere, sollte sie laut Böhler abwarten, bis das geplante Energieversorgungskonzept der Stadtwerke feststeht. Dann könnte die Stadthalle in ein Nahwärmenetz eingebunden werden, das von der Heizzentrale im Germeringer Norden versorgt wird. Alternative wäre ein neues Blockheizkraftwerk am Hallenbad, das die Stadthalle mitversorgen könnte.

Eine schnelle Insel-Lösung nur für die Stadthalle alleine macht dem Planer zufolge wenig Sinn. Am vernünftigsten wäre dann aber eine Wärmepumpe, die mit dem Strom betrieben werde, der von der PV-Anlage der Stadthalle erzeugt wird. In Betracht ziehen muss man laut Böhler auch, dass der Investor der geplanten neuen Germeringer Harfe an einer gemeinsamem Energieversorgung beider Häuser Interesse habe.

Die Raumlufttechnik der Germeringer Stadthalle zu erneuern ist zurzeit ebenfalls nicht notwendig – auch vor dem Hintergrund, dass dies sehr kostenintensiv wäre, wie der Fachingenieur erklärte. Die Anlage laufe zudem immer noch problemlos und erfülle ihren Zweck.

Notwendig sind laut Jörg Böhler aber auch vor dem Hintergrund von Corona zwei Optimierungen, von denen eine schon begonnen hat. Dabei handelt es sich vor allem um eine Verbesserung der Raumluft-Hygiene. Eine Grundreinigung der Anlagen und eine Versiegelung der derzeit noch offen liegenden Dämmbereiche ist schon in die Wege geleitet worden. Dabei werden zudem neue Filter eingesetzt, die in der nächsthöheren Klasse angesiedelt sind. Die Kosten für dieses so genannte Optimierungspaket 1 betragen rund 35 000 Euro.

Das Optimierungspaket 2 kommt mit rund 96 000 Euro teurer. Hier sollen die größeren Lüftungsanlagen im Amadeus- und im Orlandosaal neu geregelt und ebenfalls mit zusätzlichen höherklassigen Filtersystemen ausgestattet werden. Beide Verbesserungs-Maßnahmen werden vom Bund mit bis zu 80 Prozent der Investitionskosten gefördert, teilte Böhler den Stadträten noch mit.

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