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Zusammen ein bisschen Weihnachten feiern: Die Kinder aus dem Wohnheim freuten sich über das Fest. 

Don Bosco

Helfer sorgen für leuchtende Augen bei Flüchtlingskindern

Germering – Während bei den einheimischen Bürgern schon vorweihnachtliche Stimmung herrscht, sieht es bei Flüchtlingen oft karg aus. Deshalb hat der Helferkreis eine Adventsfeier für die Bewohner des ehemaligen Altenheims Don Bosco veranstaltet. Dort leben hauptsächlich kleine Asylbewerber im Alter zwischen null und 15 Jahren mit einem oder beiden Elternteilen. Einige warten auf ihre Einbürgerung, andere haben schon einen deutschen Pass, finden aber keine Wohnung.

„Mit der Weihnachtsfeier möchten wir ein Stück Normalität in den Alltag bringen. Außerdem finden wir, dass auch diese Kinder eine Kleinigkeit zu Weihnachten bekommen sollten“, meint Sylvie Karl. Sie ist eine von etwa 100 Mitgliedern des Helferkreises und zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Bewohner, die beschenkt wurden, stammen aus verschiedensten Ländern. Darunter Syrien, Irak, Eritrea, Somalia, Türkei und der Kosovo. Sie alle bekamen kleine Geschenktüten. Neun Euro pro Stück hat der Helferkreis dafür von der Regierung von Oberbayern dazu bekommen. „Darin sind kleine Spielsachen und Obst. Aber auch etwas zum Naschen ist dabei. Den Rest, zum Beispiel den Weihnachtsbaum, haben wir aus Spenden finanziert“, sagt Karl.

Zusammen mit den Helfern sangen die Bewohner Weihnachtslieder, Manche auf Deutsch, andere auf Arabisch. Sogar der Weihnachtsmann stattete den Kindern einen Besuch ab. Und auch die Schüler der Kerschensteiner Grund- und Mittelschule wollten den Kindern etwas Gutes tun. Daher organisierte Manuela Recke, Verbindungslehrerin und Vorstand der Schülermitverwaltung, eine Weihnachtspackerlaktion. „Wir haben kleine Geschenktüten zusammen gestellt, darin sind Malbücher und Stifte für die Kleinen, aber auch Gutscheine für die Größeren. Die Grundschüler haben die Tüten selbst gebastelt, die Organisation und den Einkauf haben die Mittelschüler übernommen“, erklärt Recke.

Unter ihnen waren auch Helistan Saleem (17) und Neehal Madwar (15). Die Mädchen sind engagierte Mitglieder der Schülermitverwaltung. „Wir sind beide selbst aus dem Irak und als Kinder nach Deutschland gekommen. Wir wissen, wie schwierig es ist, hier anzukommen. Die Aktion ist für uns auch persönlich sehr wichtig“, sagen sie.

Eine besondere Leckerei bereitete May Alrefai vor. Sie kam vor einem Jahr mit ihrem geistig behinderten Bruder nach Deutschland und lebt zur Zeit in Don Bosco. „Ich habe nach der Schule noch schnell Plätzchen gebacken. Wir feiern zu Hause in Aleppo auch Weihnachten, und ich finde, Plätzchen gehören einfach zu einer Weihnachtsfeier dazu“, sagt die 30-Jährige. Eigentlich wollte sie echte syrische Plätzchen backen, dafür fehlte aber am Ende die Zeit. „Dann wird es eben zu Ostern welche geben“, sagt sie lachend. (mg)

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